
Bei einem Bankett mit der chinesischen Nationalmannschaft und hochrangigen Vertretern aus Politik, Sport und Verwaltung wurde die Kooperation zwischen dem TBV Lemgo und dem chinesischen Handballverband offiziell gefeiert.
Der riesige Konferenzsaal des Ondine International Hotels in Danyang wurde zur großen Handball-Bühne. Siebeneinhalb Stunden vor dem ersten Spiel der chinesischen Nationalmannschaft gegen den TBV Lemgo wurde die neue Kooperation unter Anwesenheit der beiden Mannschaften sowie von hochrangigen chinesischen Vertretern aus Politik, Sport und Verwaltung mit einem feierlichen Willkommens-Bankett besiegelt.
An guten Wünschen mangelte es dabei nicht. Immer wieder mussten die neuen Partner, die jeweils im Mannschaftskreis an runden Tischen Platz genommen hatten, während des gemeinsamen Mittagessens ihre Gläser auf die gemeinsame Zukunft erheben. Xu Hwei, Danyangs Vize-Bürgermeisterin, begrüßte die Delegation aus Lemgo auf das Herzlichste: "Wir erwarten mit viel Spannung einen großartigen Handball-Wettkampf, der dazu beitragen wird, die Verbindungen zwischen beiden Ländern auszubauen." Deng Li, Vizepräsident des chinesischen Handballverbandes, sprach gar vom "großen Spiel des Jahres 2012". Er betonte, dass Deutschland ein starkes Handballland sei, das schon bei Olympia und großen internationalen Wettbewerben viele Titel gewonnen habe. Obwohl er da ein klein wenig irrte: Zu spüren war der große Respekt vor der langen deutschen Handballtradition. "Wir können uns bei diesem Besuch gegenseitig kennenlernen, um den Handball in China nach vorn zu bringen", betonte der Sportfunktionär. Wang Chun Hui, der oberste Sportchef der Gastgeberstadt Danyang, brachte einen Toast auf die "Handballfreundschaft zwischen China und Deutschland" aus. Dabei verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, "dass sie für immer bestehen" möge.
Im Namen des TBV Lemgo bedankte sich der Beiratsvorsitzende Siegfried Haverkamp für die freundliche Aufnahme und die außerordentliche Gastfreundschaft, die dem Verein schon in den ersten Tagen des Besuch zuteil worden sei. "Es ist eine große Freude für uns, nach China zu kommen", sagte Haverkamp und wies - unter anerkennendem Nicken der Chinesen - auf die hundertjährige Tradition des Klubs und die noch wesentlich längere Geschichte der Stadt Lemgo hin. "Lemgo ist zwar etwas kleiner als Schanghai, aber die Heimat eines der beliebtesten Handballvereine Deutschlands", sagte der Beiratsvorsitzende und nannte drei Gründe für den Aufbruch nach China: "Erstens wollen wir den Auftakt zu einer erfolgreichen Kooperation mit dem chinesischen Handball machen. Zweitens ist der Weg leichter, ein Topteam zu formen, wenn man einen starken internationalen Partner an der Seite weiß. Drittens ist die Reise auch ein Dank an unsere Spieler für die tolle Leistung in der vergangene Saison."
Siegfried Haverkamp deutete zudem an, wie für die Handballer aus China und Deutschland die gemeinsame Zukunft aussehen könnte: "Wir wollen chinesische Mannschaften in Lemgo trainieren und unsere Trainer nach China schicken, wo sie noch effizientere Trainingssysteme kennen lernen können. Wir wissen, dass China eine aufstrebende Handball-Nation ist." Zum Abschluss sprach er eine freundliche Einladung zum Gegenbesuch nach Lemgo aus: "Kommen Sie möglichst bald zu uns!"
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| Mannschaft | Spiele | Diff. | Punkte |
| THW Kiel | 34 | +223 | 61:7 |
| SG Flensburg-Handewitt | 34 | +171 | 54:14 |
| Rhein-Neckar Löwen | 34 | +115 | 54:14 |
| Füchse Berlin | 34 | +84 | 51:17 |
| HSV Hamburg | 34 | +91 | 49:19 |
