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jugendzertifikat 2010

Jens' Gedanken zum Tage

Der dritte Teil.

Jens Bechtloff ist nicht nur der Shooting-Star der vergangenen Saison beim TBV gewesen, sondern auch längst mit seiner dynamischen und herzerfrischenden Spielweise zum Publikumsliebling der TBV-Fans geworden.

Auch wenn der stets bescheidene Linksaußen sich selbst nicht gerne in den Vordergrund stellt, plaudert er für die TBV-Fans in der Vorbereitung ein wenig aus dem Nähkästchen. Auch wenn er sein "Tagebuch" nicht täglich füllen kann, schreibt er regelmäßig aus der Vorbereitung und berichtet von der wohl härtesten Zeit in der Saison eines Profihandballers. Hier geht es zum dritten Teil:

Hallo liebe TBV-Fans,

endlich finde ich Zeit, Euch wieder ein bisschen etwas aus der Vorbereitung zu schreiben. Die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge. Neben den Trainingseinheiten stand bei uns unter anderem ein Fotoshooting mit unserem Ausrüster Erima auf dem Plan, das war eine willkommene Abwechslung. Eine ebnso willkommene Abwechslung war natürlich auch der Besuch in der Herforder Brauerei unter der Woche. Wir waren eingeladen von der Herforder Brauerei und von Dirk Everding, weil wir in der letzten Saison den THW Kiel im Gerry Weber Stadion geschlagen haben. Solche Einladungen nimmt man natürlich gerne an. Die Besichtigung der Brauerei war sehr interessant, das Essen lecker und - wir haben kaum Bier getrunken. Das überrascht den einen oder anderen wahrscheinlich, aber zu einem solchen Zeitpunkt in der Saison wäre das alles andere als leistungsfördernd und dann hält man sich einfach ein wenig zurück. So einfach kann das sein und Spaß hat es uns allen trotzdem gemacht.

Am Wochenende hatten wir innerhalb von zwei Tagen zwei Testspiele. Wie immer eine sehr willkommene Sache. In Rheinhausen waren ernsthaft 1.800 Zuschauer in der Halle, das war schon beeindruckend. Wir haben einiges ausprobiert, allerdings haben wir schon die harte Vorbereitung gespürt. Am Samstag in Menden war die Stimmung bei 1.000 Zuschauern ebenso fantastisch und zudem fiel uns einiges dann schon wesentlich leichter, aber die 60 Minuten Tempo merkte man dann schon ganz schön in den Knochen. Von daher war der trainingsfreie Sonntag wirklich so etwas wie Erholung. Ich denke, wir sind zum jetzigen Zeitpunkt schon ganz gut drauf und es wächst etwas zusammen bei uns. Logi und Holger arbeiten hart daran, bald wieder bei der Mannschaft zu sein, die anderen Wehwehchen sind nicht wirklich der Rede wert momentan.

Ich selbst war am Montag auch beim MRT, weil meine Wade am Samstag ziemlich geschmerzt hat. Aber es ist zum Glück nichts Ernsthaftes, lediglich die Knochenhaut ist ein wenig gereizt, aber das sollte bald in den Griff zu kriegen sein. Falsch, das muss bald in den Griff zu kriegen sein. Denn eins ist klar: Egal wie hart die Vorbereitung ist, das Schlimmste für mich ist, wenn ich tatenlos zusehen muss, wie die anderen trainieren und spielen. Aber bei unserer medizinischen Abteilung ist mir da ehrlich gesagt überhaupt nicht bange.

Also, weiter geht es in der Vorbereitung!
Bis bald,
Euer Jens!