Und das führt den TBV am kommenden Samstag (15 Uhr) nach Flensburg in die Campushalle. Doch seine komplette Mannschaft hat Trainer Markus Baur erst am Donnerstag wieder beisammen, bis zum Mittwoch hat Bundestrainer Heiner Brand Carsten Lichtlein, Lars Kaufmann, Martin Strobel, Michael Kraus, Holger Glandorf und Sebastian Preiß in Kamen-Kaiserau unter seinen Fittichen. Ein Spagat für Markus Baur, der für den langjährigen Mittelmann der deutschen Auswahl aber mittlerweile wohl zur Routine geworden ist.
Am Freitag wird sich der TBV-Tross dann bereits auf den Weg Richtung Flensburg machen. Sollte sich keiner der Spieler beim Lehrgang verletzen, wird Baur einmal mehr nur auf Logi Geirsson verzichten müssen, dessen Schulteroperation noch eine längere Rehapause nach sich zieht. Tamas Mocsai ist hingegen wieder voll im Training, der ungarische Nationalspieler zeigte bei seinem Comeback gegen Nordhorn sofort auf, wie wichtig er für das Team ist.
Das Gastspiel in Dresden vor gut 4.000 Zuschauern war am vergangenen Wochenende eine gelungene Abwechslung für die Mannschaft, das Fazit fiel natürlich umso positiver aus, da sich keiner der TBV-Profis verletzt hatte: Ein im Endspurt der Liga äußerst wertvoller Faktor. Die SG Flensburg-Handewitt hat die lange Pause bis zum Aufeinandertreffen mit dem TBV ebenso zu einem Freundschaftsspiel genutzt. Statt Dresden hieß es für die SG allerdings Süderlügum, der Gegner war eine Nordfriesland-Auswahl.
Das Spiel am Samstag ist indes bereits restlos ausverkauft, 6.300 Zuschauer werden in der Campushalle das Spiel zwischen dem Tabellen-Vierten Lemgo und dem -Fünften Flensburg verfolgen. Mit drei Punkten Rückstand auf den TBV ist die Chance zwar gering, den TBV noch abzufangen, aber Göppingen sitzt den Flensburgern mit nur einem Minuspunkt mehr im Nacken. Doch die letzten Heimspiele gegen Magdeburg (35:24) und den HSV (32:28) unterstreichen den Aufwärtstrend der Flensburger, die während der Saison einige Wackler in ihren Leistungen hatten.
Markus Baur und seiner Mannschaft wird es egal sein. Die Vorbereitung läuft, um den Anspruch auf den vierten Platz auch in der als sehr emotional bekannten Campushalle zu unterstreichen. Auch, wenn es zunächst nur eingeschränkt der Fall sein kann.