Der TBV Lemgo hat sein letztes Vorrundenspiel beim Intersport Masters gegen den TV Bittenfeld überraschend verloren. Gegen den Zweitligist unterlag der TBV mit 29:30 (11:19). In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer einen müden TBV, der sich viele Fehler leistete und Bittenfeld nahm die Geschenke dankend an. Schrittchenweise setzte sich der TV ab und ging mit einer kaum für möglich gehaltenen Acht-Tore-Führung in die Kabine. in Halbzeit zwei besserte sich das Spiel der Mannschaft von Markus Baur zwar zusehends, aber am Ende sollte die Zeit nicht mehr reichen, um den selbstbewusst aufspielenden TV, der auch Leon im zweiten Gruppenspiel am Rande der Niederlage hatte, in die Schranken zu weisen. Dementsprechend fiel die Kritik von Daniel Stephan aus: "Das war eine desolate erste Halbzeit von uns, da fällt es mir wirklich schwer, dafür Worte zu finden. Wir haben uns zwar nachher gefangen, aber nach dieser Niederlage haben wir ein sehr ernstes Wort mit der Mannschaft gesprochen."
Markus Baur verzichtete gegen Bittenfeld auf Logi Geirsson, Holger Glandorf, Jens Bechtloff und Florian Kehrmann. Von der 19. Minute bis zur Halbzeit nach 25 Minuten stand der gerade aus der A-Jugend gekommene Tobias Spanke zwischen den Pfosten des TBV-Tores, der allerdings wie Carsten Lichtlein zuvor sich allzu einfachen Bittenfelder Chancen gegenübersah.
Am Ende warf Bittenfeld zwar in buchstäblich letzter Sekunde den Siegtreffer, aber dieses Glück hatte sich der Zweitligist auch redlich verdient.
Tore TBV Lemgo: Preiß 8, Kraus 7/3, Mocsai 5, Ilyés 3, Binder 3, Schmetz 2,Strobel 1
Der TBV Lemgo hat in seinem zweiten Gruppenspiel beim Intersport Masters ein 24:24 (15:13) gegen Ligakonkurrent HBW Balingen-Weilstetten erreicht. Nach der knappen Niederlage gegen Ademar Leon zum Auftakt, bei der die Mannschaft von Markus Baur nicht alle Karten aufdeckte, probierte der TBV in den 50 Minuten über weite Strecken wieder einiges aus. Martin Strobel spielte gegen Balingen eher wenig, Jens Bechtloff, Holger Glandorf, Vignir Svavarsson und Logi Geirsson wurden komplett geschont. Dennoch hatte der TBV alle Trümpfe in der Hand, um dieses Spiel zu gewinnen, insbesondere die Abwehr vor einem erneut gut aufgelegten Carsten Lichtlein präsentierte sich als sehr stabil und präsent. Balingen überzeugte aber ebenso und zeigte sich in einer sehr guten Verfassung.
"Wir sind jetzt in den letzten Tagen sehr viel im Bus gewesen, das merkt man schon, allerdings darf dies keine Entschuldigung sein. So ein Spiel müssen wir gewinnen", zeigte sich Tamas Mocsai nach dem Spiel nicht zufrieden.
Der TBV ging schnell in Führung, das 7:5 (11.) deutete darauf hin, dass sich der TBV von Balingen absetzen konnte. Doch das Team von Rolf Brack blieb hartnäckig, glich zum 7:7 (13.) aus, ehe sich der TBV bis zur 25. Minute wieder absetzen konnte.
In Halbzeit zwei merkte man den TBV-Profis in einigen Phasen die schweren Beine an, Balingen glich durch Birkle beim 21:21 (44.) erstmals wieder aus. Danach legte der TBV zwar wieder stets vor, aber erneut Birkle war es vorbehalten in der Schlussminute zum 24:24 Endstand zu treffen.
Tore TBV Lemgo: Preiß 6, Kraus 5, Binder 4, Mocsai 3, Hermann 2, Schmetz 2/1, Ilyés 1, Kehrmann 1
Der TBV Lemgo ist mit einer knappen Niederlage in das Intersport Masters um den Hofbräu Cup gestartet. Gegen Ademar Leon aus Spanien unterlag der TBV mit 26:28 (9:14), wobei die Niederlage durchaus auch ihre guten Seiten hat. "Es war ein munteres Spielchen insgesamt. Beide Mannschaften haben ihre Karten nicht ganz aufgedeckt und wir haben dies ein bisschen besser gemacht als Leon", so Daniel Stephan nach dem Spiel. In der Tat agierte der TBV, bei dem Jens Bechtloff und Holger Glandorf fehlten, in der 6:0-Deckung sehr defensiv und verzichtete fast vollständig auf die schnelle Mitte. Dennoch ging der TBV mit 2:0 in Führung (4.) bevor die Spanier über 3:3 (10.) besser ins Spiel fanden und sich bis auf 8:13 (28.) absetzten konnten. Bei Leon überzeugte insbesondere Mittelmann Dalibor Doder, der schwedische Regisseur bot eine hervorragende Leistung. Ihm stand jedoch Martin Strobel in keiner Weise nach.
"Martin Strobel hat hervorragend Regie geführt, war zudem stets torgefährlich, seine Leistung muss man einfach besonders erwähnen", war Daniel Stephan von dem jungen Spielmacher angetan. Allerdings bemängelte der Sportliche Leiter des TBV auch die mangelnde Chancenauswertung in der ersten Halbzeit, in der die TBV-Profis allzu leichtfertig mit ihren Möglichkeiten umgingen.
In der zweiten Halbzeit war der TBV das insgesamt ein bisschen bessere Team in einer ausgeglichenen Partie. Allerdings waren die taktischen Varianten von Trainer Markus Baur deutlich zurückhaltend, so dass Leon den Erfolg über die Zeit bringen konnte. Nach dem 11:16 (35.) war der TBV gewillt, das Ergebnis zu korrigieren und so kämpfte sich die Mannschaft von Markus Baur gestützt auf einen einmal mehr starken Carsten Lichtlein zurück und kam in der 57. Minute nach drei Toren in Folge von Tamas Mocsai, Mark Schmetz und erneut Tamas Mocsai zum 26:26-Ausgleich. Dann nutzte Leon jedoch seine Chance und setzte sich letztlich mit zwei Toren durch.
"Das Spiel heute war durchaus in Ordnung, damit können wir zufrieden sein. Verlieren wollten wir jedoch nicht und von daher ist es nun an der Zeit, in diesem Turnier in den nächsten Begegnungen auch ein wenig auf Ergebnis zu spielen", brachte Daniel Stephan die Anforderungen an die Mannschaft auf den Punkt.
Am Samstag geht es um 12.10 Uhr gegen Ligakonkurrent HBW Balingen-Weilstetten, um 17.30 Uhr folgt die Partie gegen Zweitligist TV Bittenfeld.
Tore TBV Lemgo: Strobel 6, Schmetz 5/2, Mocsai 4, Ilyés 4, Kehrmann 2, Hermann 2, Kraus 1, Preiß 1, Binder 1