"Die Kadetten haben eine sehr gute Mannschaft, viel Länderspielerfahrung und an einem guten Tag können sie jedem Gegner gefährlich werden"
Knapp 13 Stunden Anfahrt sind sicherlich kein Zuckerschlecken. Aber die Profis des TBV sind am Mittwochabend wohlbehalten in León angekommen und haben die Reistestrapazen mit der Anreise über Madrid und einer anschließenden mehrstündigen Busfahrt gut überstanden. Am Donnerstag ging es um 9 Uhr morgens umgehend in den Palacio de Deportes , in dem am Freitag (18.45 Uhr) mit den Kadetten Schaffhausen der erste Gegner des Champions League-Qualifikationsturniers wartet. Und die Halle in León ist sehr gewöhnungsbedürftig.
6.000 Zuschauer finden in dem den Charme der 50er-Jahre versprühenden Handball-Tempel Platz. Hinter den Spielerbänken schließen sich direkt die ersten Sitzreihen der extrem steilen Haupttribüne an. "Hier wird es richtig laut, wenn die spanischen Fans die Halle füllen", resümierte TBV-Manager Volker Zerbe trocken, der in seiner langen Laufbahn allerdings noch nie in León selbst gespielt hat.
Aber Markus Baur und seine Mannschaft nahmen es gelassen zur Kenntnis, absolvierten die erste gut 70-minütige Trainingseinheit - 60 Minuten standen laut Plan nur zur Verfügung - voll konzentriert und scheinen gut gerüstet für den Auftakt. Für Logi Geirsson, der später zur Mannschaft stoßen wird, war Michael Binder mit in den Flieger von Düsseldorf aus gestiegen, Vignir Svavarsson hat nach wie vor leichte Probleme mit der Schulter, konnte im Training allerdings voll mitmachen.
Die Kadetten sind zwar vom Papier her der anscheinend leichteste Gegner, auf die selbige Schulter nimmt sie beim TBV jedoch niemand. "Die Kadetten haben eine sehr gute Mannschaft zusammen. Etliche Spieler haben Länderspielerfahrung und an einem guten Tag können sie jedem Gegner gefährlich werden", bringt es Markus Baur auf den Punkt.
Mit Jan Filip und Peter Kukucka haben die Kadetten zwei ehemalige Bundesligaspieler in ihren Reihen, die Daniel Kubes und Holger Glandorf noch bestens aus gemeinsam Zeiten von der HSG Nordhorn her kennen. Mit Manuel Liniger spielt auf Linksaußen ebenso ein Bundesligaerfahrener Spieler (Wilhelmshaven) in Reihen Schaffhausens, am Freitag steht somit direkt ein interessanter Vergleich zum Auftakt des Turniers an.