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TBV verliert zum Turnierabschluss gegen León

Kubes und Lichtlein fallen aus, Larsson droht Pause

Der TBV Lemgo unterliegt zum Abschluss des Champions League-Qualifikationsturniers dem Gastgeber Ademar León.

Der TBV Lemgo hat zum Abschluss des Qualifikationsturniers für die Champions League gegen Ademar León mit 21:31 (10:16) verloren. In dem für den TBV prinzipiell bedeutunglosen Spiel musste Trainer Markus Baur auf Abwehrchef Daniel Kubes verzichten, der mit starken Rückenschmerzen passen musste. Zudem knickte Carsten Lichtlein beim Einwerfen um und musste in die Kabine getragen werden. Mit einem Tape kam er zwar humpelnd mit der Mannschaft auf das Feld, die Schmerzen waren dem TBV-Torhüter aber mehr als deutlich anzusehen. Für eine kleine Sensation sorgte zuvor die Mannschaft von Kadetten Schaffhausen. Die Schweizer besiegten ohne den verletzten Regisseur Peter Kukucka Celje Pivovarna mit 31:27. Somit hatte León den Druck, mit mehr als vier Toren gegen den TBV gewinnen zu müssen, um den Einzug in die Champions League zu realisieren.

Beim TBV begann Larsson im Tor, Schmetz, Hermann, Strobel, Ilyés, Bindeer und Preiß gingen zunächst gegen das gellende Pfeifkonzert der etwa 3.200 spanischen Fans auf die Platte. Hermann sorgte mit dem ersten Angriff auch für das 1:0 für den TBV, das Bisanic (3.) ausgleichen konnte. Ademar setzte sich nach zwei Paraden von Alilovic bis auf 3:1 (5.) ab, wobei die ansonsten zumeist souveränen dänischen Schiedsrichter zuvor ein herrliches Tor von Ilyés seltsamerweise nicht anerkannten.

Trotz einiger leichtsinniger Fehler blieb der TBV zunächst im Spiel, hatte in Larsson einen guten Rückhalt. Ilyés traf in der 9. Minute nur die Unterkante der Latte, so dass Ademar im Anschluss erstmals beim 3:6 mit drei Toren in Führung gehen konnte. Ein weiterer technischer Fehler im Angriff brachte Ademar dann jedoch mit vier Toren in Front, Baur brachte nun Kraus auf die Mitte, der sich mit Ilyés in Abwehr und Angriff abwechselte, Strobel spielte im linken Rückraum. Larsson parierte einen lässig geworfenen Strafwurf von Stranovsky, Strobel verpasste das 5:7 aber anschließend mit einem Pfostenwurf, Ademar ging mit 4:8 in Führung. Nach 14:02 Minuten nahm Markus Baur bei eigener Überzahl seine Auszeit im ersten Durchgang. Hermann verkürzte auf 5:8. Aber kurze Zeit später wurde ein Schubser in der Luft gegen Hermann nicht geahndet, der Gegenstoß saß zum 5:10, Hermann musste verletzt vom Feld, für ihn kam Glandorf (17.). Aber wie in den Spielen zuvor leistete sich der TBV viel zu viele einfachste Fehler, in der 21. Minute konnten die Gastgeber beim 7:13 auf sechs Tore Vorsprung erhöhen, eine Minute später stand es 7:14 aus Lemgoer Sicht. Glandorf und Schmetz verkürzten zumindest auf 9:14 und im Gegenstoß hatte der einmal mehr unermüdlich rackernde Preiß die Chance auf den zehnten Lemgoer Treffer, aber Alilovic holte den Ball aus dem Winkel. Ademar setzte sich bis auf 9:16 (28.) ab, bei TBV ging im Angriff nicht viel zusammen, in der 29. Minute musste Basti Preiß zu allem Übel nach einem unglücklichen Schlag ins Gesicht auch noch vom Feld. Mit 10:16 ging es dann in die Kabinen.

Doder legte direkt nach Wiederanpfiff nach, Strobel sorgte für den ersten Lemgoer Treffer im zweiten Durchgang. Der TBV wollte, aber es ging einfach nicht so, wie sich die Mannschaft es zum Abschluss des Turniers vor Anpfiff vorgenommen hatte. Die spanischen Angreifer wurden nicht entscheidend genug gestört, im Angriff wurden klarste Chancen nicht verwertet. Und spielte der TBV seine Chancen dann einmal schön heraus, stand der kroatische Nationaltorhüter Alilovic ein ums andere Mal bestens postiert. In der 38. Minute führte Ademar mit 14:22.

Der zweite vergebene Siebenmeter, ein einmal mehr viel zu einfaches Tor, León zog auf 14:23 (41.) davon, Glandorf musste zudem für zwei Minuten vom Feld. Markus Baur zog nach 41:14 Minuten die grüne Karte. Aber sein Team konnte es an diesem Tag einfach nicht umsetzen, Ademar lat Mitte der zweiten Halbzeit beim 16:24 immer noch mit acht Toren in Front.

Die Fehlerquote blieb zu hoch, so sehr die Mannnschaft wollte, es lief einfach nicht. Svavarsson mit einem energischen Gegenstoß brachte den TBV auf 19:26 „heran“, aber umgehend ließ die Abwehr den guten Larsson, der sich zu allem Überfluss auch noch gezerrt hatte, komplett im Stich. Als gut fünfeinhalb Minuten vor Schluss Svavarsson für wenig bis gar nichts vom Feld musste, war das Spiel mehr als besiegelt. Ademar erhöhte auf 19:28 und bis zum Ende tat sich erwartungsgemäß nicht mehr viel. Ademars Zuschauer feierten sich und ihre Mannschaft und das Erreichen der Champions League-Gruppenphase.

Die Stimmen zum Spiel:

Markus Baur: Wir sind richtig enttäuscht, keine Frage. Wir wollten hute wirklich alles aus uns herausholen, wollten Ademar einen Fight liefern, wollten sie vor Aufgaben stellen. Das haben wir nicht geschafft, vielmehr konnte León mit uns machen, was sie wollten. Carsten Lichtlein ist umgeknickt, ich hoffe er hat sich nur dsa Sprunggelenk verstaucht, er wird morgen genauer untersucht. jesper Larsson hat sich eine Zerrung zugezogen, es läuft also in der Tat optimal.

Jordi Ribera: Es war heute sehr schwer für uns, denn wir mussten ja mit fünf Toren Vorsprung gewinnen. Aber wir haben heute unser bestes Spiel in diesem Turnier gezeigt. Die Abwehr stand sehr gut und dahinter hatten wir einen sehr starken Alilovic im Tor. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir uns erstmals für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren konnten. 

TBV Lemgo: Larsson (1. - 60.), Lichtlein (bei einem 7m);Strobel 4, Hermann 3, Svavarsson 3, Mocsai 2, Ilyés 2, Schmetz 2/1, Glandorf 1, Kehrmann 1, Binder 1, Preiß 1, Kraus 1/1

Zeitstrafen: TBV: Glandorf, Kehrmann, Svavarsson / Ademar: Marcel, da Costa, Chernov, Bicanic

Schiedsrichter: Martin Gjeding / Mads Hansen (DEN)