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Hartes Stück Arbeit gegen den Aufsteiger

TBV feiert Heimsieg gegen Düsseldorf

Der TBV Lemgo hat das Heimspiel gegen die HSG Düsseldorf mit 26:21 (12:12) gewonnen, mit dem Aufsteiger aus der Landeshauptstadt aber über weite Strecken wesentlich mehr Mühe gehabt, als dem TBV dies lieb sein konnte.

Neben dem zum definitiv letzten Mal für den TBV aushelfenden Larsson im Tor, begannen im Feld Kehrmann, Glandorf, Kraus, Ilyes, Binder und Preiß.

Die Gäste aus Düsseldorf nutzten die Anfangsminuten, in denen der TBV seine ersten Chancen ungenutzt ließ, um durch Frantisek Sulc und Michael Hegemann mit 0:2 in Führung zu gehen. Dann war es Holger Glandorf, der in der 3. Minute zum ersten Mal für den TBV traf. Weitere drei Tore in Folge durch Kehrmann, Binder und Kraus per Siebenmeter unterstrichen die klare Favoritenstellung des TBV. Das Team von Volker Mudrow war vor 4.029 Zuschauern die deutlich bessere Mannschaft, allerdings ging der TBV weiter allzu fahrlässig mit seinen Chancen um und gestattete den Gästen in der Abwehr zu viele Wurfgelegenheiten.

So stand in der 18. Minute auch lediglich ein 7:5 auf der Anzeigetafel zu lesen. Eine Zeitstrafe gegen Ilyés nutzte die HSG anschließend um auf ein Tor zu verkürzen. Und in der 20. Minute war es Fölser, der per Gegenstoß zum Ausgleich traf. Volker Mudrow hatte genug gesehen und legte nach 19:31 Minuten seine grüne Karte. Mocsai spielte fortan auf der Mitte, im linken Rückraum Strobel, im rechten Glandorf. Dann ließ das Schiedsrichter-Gespann Dedens/Geckert ein böses Foul an Strobel ungeahndet, den Gegenstoß parierte Larsson zwar, aber Düsseldorf ging anschließend dennoch mit 7:8 in Führung, die Mocsai mit einem fulminanten Wurf aber umgehend konterte.

Nach der erneuten Düsseldorfer Führung durch Sulc brachte Mudrow, der auf den wegen Schulterproblemen gehandicapten Rolf Hermann verzichtete, in der 22. Minute Carsten Lichtlein für den zu oft im Stich gelassenen Larsson. Und Lichtlein parierte auch sofort den ersten Wurf, allerdings blieb das Problem die mangelnde Chancenverwertung im Angriff und eine Reihe einfacher Fehler. Sechs Minuten vor der Halbzeit stand denn auch ein mageres 9:9 zu Buche. Lichtlein stand hinter der mit dem vorgezogen deckenden Martin Strobel weiterhin sehr gut, aber vorne wurde weiterhin Matthias Puhle im im Gästetor zum HSG-Helden geworfen. Und so hieß es in der 27. Minute folgerichtig 9:11 für die HSG. Nach einem schönen Tor von Mocsai und einem ebenso sehenswerten von Kehrmann war zumindest der Ausgleich wieder geschafft. Sulc in Unterzahl brachte die Gäste erneut in Front, doch sieben Sekunden vor der Halbzeitsirene war Binder von außen zumindest zum 12:12 erfolgreich.

Nach der Pause änderte sich zunächst wenig am bisherigen Bild, der TBV verwarf zu viel und die HSG nahm die Geschenke dankbar an. In der 36. Minute verwandelte Binder zum 15:14, aber im Gegenzug traf Hegemann sogar von Linksaußen. Dann war der TBV jedoch mit einem Schlag deutlich konzentrierter, leider nur für eine kurze Phase. Tamas Mocsai war in der 39. Minute zum 17:15 erfolgreich, die Deckung vor dem weiterhin guten Carsten Lichtlein stand bombensicher, die Chance zum 18:15 war da. Aber vom Siebenmeterpunkt scheiterte Michael Kraus, so dass die HSG einmal mehr dran bleiben konnte. Und die HSG spielte ihren Streifen solide herunter, das 18:18 (44.) war die Folge. Einmal mehr ging der TBV jedoch mit zwei Toren in Front, Schmetz traf in der 46. Minute per Siebenmeter. In Überzahl war es erneut Schmetz, erneut vom Punkt, der den TBV beim 21:18 endlich mit drei Toren in Führung brachte.

Aber es war zum Verzweifeln, erneut waren einfache Ballverluste die Folge, aber Carsten Lichtlein hielt seiner Mannschaft die Führung ein ums andere Mal fest. Und so ging der TBV beim 22:19 in der 53. Minute erneut mit drei Toren in Führung, die allerdings einem weiteren technischen Fehler der Gäste entsprang. Die Wiederholung der zuvor gezeigten Momente nahm jedoch ihren Lauf, eine komplett freie Chance zum 23:19 wurde vergeben, Düsseldorf kam zum 22:20 (54.).

In der 56. Minute musste Sebastian Preiß dann nach einer zumindest fragwürdigen Entscheidung beim Stand von 23:20 für zwei Minuten vom Feld, aber zwei technische Fehler der Gäste ließen die Führung bis zum Ende der Zeitsrafe Bestand haben und Holger Glandorf entschied mit dem 24:20 nach exakt 58 gespielten Minuten die Partie. Kehrmann ließ das 25:20 folgen, die restlichen 93 Sekunden plätscherten dahin und fanden mit einer starken Parade des besten TBV-Spielers, Carsten Lichtlein, ein versöhnliches Ende.

Die Stimmen zum Spiel:

Goran Suton: So kurz nach dem Spiel bin ich schon enttäuscht. Wir hatten uns, so unwahrscheinlich sich das anhören mag, mehr vorgenommen. Wir haben hier heute eine sehr gute Leistung gezeigt, aber uns am Ende zu viele technische Fehler geleistet. Der Sieg ist zu hohc ausgefallen und spiegelt das Spielgeschehen nicht wider. Dennoch war es am Ende ein verdienter Sieg des TBV.

Volker Mudrow: Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir wollten für die Fans und auch für uns ein überzeugendes Spiel liefern. Das ist uns nicht gelungen. Das 26:21 am Ende war die höchste Führung überhaupt und das sagt schon alles. Die Torhüter und eine sehr gute Deckung haben uns das Spiel gewonnen, im Angriff erwarte ich einfach wesentlich mehr. Wir wollen den Blick ja auf die ersten drei Plätze richten und von daher müssen wir die kommenden Aufgaben konzentriert angehen.

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