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jugendzertifikat 2010

Überzeugende 20 Minuten reichen zum klaren Sieg

TBV setzt sich am Ende deutlich gegen Hildesheim durch

Der TBV Lemgo hat sich gegen Zweitligist Eintracht Hildesheim lange Zeit schwer getan, gewann aber am Ende dennoch deutlich.

Der TBV Lemgo hat die 3. Runde im DHB-Pokal erreicht. Bei Zweitligist Eintracht Hildesheim tat sich die Mannschaft von Volker Mudrow in der ersten Halbzeit zwar schwer, setzte sich am Ende aber sicher mit 33:25 (13:16) durch. Die verwaiste Linksaußenposition bekleidete zu Beginn Michael Kraus, Martin Strobel zog auf der Mitte die Fäden, im Rückraum spielten neben Strobel Rolf Hermann und Ferenc Ilyés. Auf der rechten Außenbahn begann Mark Schmetz und am Kreis war Kapitän Sebastian Preiß im Einsatz, der aufgrund der Verletzung von Vignir Svavarsson auf sich gestellt war. Im Tor stand Carsten Lichtlein, der erstmals von Waldemar Strzelec unterstützt wurde, der ehemalige Wetzlarer Torhüter hilft dem TBV auch am Freitagsspiel gegen seinen Ex-Klub in der Bundesliga. 

Hildesheim zeigte sich von der ersten Minute an als höchst motivierter Gegner, der dem hohen Favoriten mit aller Macht ein Bein stellen wollte. Doch dieser stellte sich dieses Bein zunächst selber. Ein starker Carsten Lichtlein mit drei gehaltenen Siebenmetern in der ersten Halbzeit war zwar ein guter Rückhalt, aber auf der Gegenseite gingen die TBV-Angreifer einmal mehr zu fahrlässig mit ihren Chancen um und scheiterten immer wieder gegen Dennis Klockmann im Eintracht-Tor. So setzte sich der Underdog vom 4:4 (9.) bis auf 5:8 (14.) ab. Trainer Volker Mudrow hatte genug, nahm seine Auszeit in der ersten Halbzeit. Aber zunächst änderte sich wenig bis gar nichts. In der 24. Minute lag die Eintracht weiterhin mit drei Toren (9:12) in Führung. Beim 12:13 und 13:14 war der TBV dann zwar auf ein Tor an die Gastgeber heran gekommen, aber technische Fehler oder Fehlwürfe ermöglichten es der Eintracht einmal mehr, sich abzusetzen. Mit dem ernüchternden 13:16 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause kam der TBV zwar motiviert aus der Kabine, nachdem Volker Mudrow deutliche Worte gefunden hatte, an der Umsetzung haperte es aber zunächst noch. Tamas Mocsai erzielte den ersten Treffer der zweiten 30 Minuten, aber Nikolov verdeutlichte die Probleme des TBV: Der Arm der Schiedsrichter ging aufgrund der gut stehenden Abwehr nach oben, der Spielmacher der Eintracht zog aus Verzweiflung aus 10 Metern einfach mal aus dem Stand ab – 13:17. Im entscheidenden Moment war der TBV schlicht und einfach nicht wach genug. Aber dies schien der Weckruf gewesen zu sein. Kehrmann, der für Schmetz in der zweiten Halbzeit kam, sowie Glandorf verkürzten bis zur 36. Minute auf 16:17. Aber das Auf und Ab setzte sich fort, beim 16:18 sah sich Lichtlein einmal mehr einem Hildesheimer Siebenmeter-Schützen gegenüber. Lichtlein nahm der Eintracht in Form von Hoffmann den vierten Strafwurf ab und Preiß traf zum 17:18. Und prompt verschlief die Abwehr eine vermeintlich einfache 1:1-Situation, Hildesheim ging wieder einmal mit zwei Toren in Führung. Der TBV fand bis zu diesem Zeitpunkt zu keiner Phase zu einer konstanten Leistung gegen die alles andere als überragenden Handball bietenden Hildesheimer. Dann war es jedoch mit einem Schlag vorbei mit der Eintracht-Herrlichkeit.

Tamas Mocsai konterte umgehend zum 18:19 (40.) und in der 41. Minute war es dann endlich geschafft, Holger Glandorf stellte beim 19:19 für seinen TBV den Ausgleich her. Und dann ging es auf einmal wie von selbst weiter. Zweimal Preiß bei einem Gegentreffer von Nartey, der TBV führte und erneut Mocsai besorgte das 22:20. Nartey konterte zwar einmal mehr, aber dann fackelte Glandorf nicht lange und fackelte den Ball in den Winkel. Der TBV schien auf der Erfolgsspur zu sein. Und er war es auch, Glandorf, Mocsai und Strobel erhöhten bis auf 25:21 (46.), die Vorentscheidung war gefallen. Carsten Lichtlein blieb vom Siebenmeterpunkt überragend, nahm der Eintrach in der 48. Minute den fünften Strafwurf ab. Hildesheim wehrte sich nach Kräften, aber der TBV wirkte nun souverän und abgeklärt und hielt den Vorsprung. Tamas Moscai bot eine gute Leistung auf der Spielmacherposition, Holger Glandorf war im rechten Rückraum kaum zu stoppen, die Minen auf der TBV-Bank entspannten sich zusehends, insbesondere als Mocsai mit seinem fünften Treffer in der 50. Minute zum 27:22 vorlegte.

49:58 Minuten waren gespielt als Gerald Oberbeck seine Auszeit in der zweiten Halbzeit nahm. Aber es war nichts mehr zu machen für den Außenseiter. Holger Glandorf besorgte das 28:22, die Zuschauer in der Sparkassenarena wurden merklich leiser, ihre Eintracht ließ die Köpfe zunehmend hängen. Eine Zweiminuten-Strafe gegen Mocsai überstand der TBV ohne Gegentor und Kehrmann traf anschließend zum 29:22 (55.). Hildesheim bäumte sich noch einmal auf und verkürzte gut zwei Minuten vor Schluss auf 30:25, aber die Entscheidung war längst gefallen und Glandorf und Kubes mit einem Doppelschlag stellten die Kräfteverhältnisse wieder deutlich her, Kehrmann setzte den Endstand für den in den letzten 20 Minute endlich vollends überzeugenden TBV.