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Regionalliga-Mannschaft bittet zum OWL-Derby

Handballlose Zeit in Lemgo? Weit gefehlt!

Die Profis des TBV haben eine dringend nötige Pause bis zum kommenden Mittwoch vor sich. Aber hochklassiger Handball wird in Lemgo dennoch geboten.

Volker Mudrow gewährt seinen Profis ein trainingsfreies Wochenende, das angesichts des Krankenstandes im TBV-Lager nur allzu verständlich erscheint. Jens Bechtloff, Vignir Svavarsson, Logi Geirsson, Sebastian Preiß, Martin Strobel oder Daniel Kubes, sie alle plagen sich mit kleineren und größeren Problemen, so dass die Pause bis zum Pokalspiel in Bad Schwartau sehr gelegen kommt. Wobei ab Montag Vollgas gegeben wird, um sich beim zuletzt im Aufwind befindlichen Nord-Zweitligisten keine Blöße zu geben. 

Aber wer glaubt, dass bis dahin in Lemgo kein hochklassiger Handball geboten wird, der irrt gewaltig. Wie wäre es denn mit einem Besuch bei der zweiten Mannschaft des TBV, die am Sonntag (17 Uhr) in der Gesamtschulhalle im OWL-Derby LIT Nordhemmern-Mindenerwald empfängt? Beide Teams finden sich mit 6:6 Punkten in unmittelbarer Nachbarschaft wieder, Lemgo belegt Platz 8, Nordhemmern Platz 10. 

"Prognosen sind in dieser Liga ohnehin kaum möglich, jeder ist in der Tat in der Lage, jeden zu schlagen", rechnet Trainer Niels Pfannenschmidt mit einer "engen Partie gegen den unbequemen Gegner". Nordhemmern hat mit Gerrit Bartsch, Jens Wiese und Alexander Tesch drei Akteure in seinen Reihen, die per Doppelspielrecht auch für Bundesligist TuS N-Lübbecke aktiv sind. Alle drei sind am Samstag auch mit dem TuS in Göppingen unterwegs, werden aber mit Sicherheit am Sonntag in der Gesamtschulhalle auflaufen.

Pfannenschmidt sieht sein Team aufgrund des Heimspiels in der Pflicht, warnt nach dem jüngsten Erfolg über Top-Favorit TuS Wermelskirchen allerdings vor zu viel Euphorie und zu hohen Erwartungen: "Wir sind noch nicht so weit, wie ich mir das wünsche. Es gibt einfach noch zu viele Phasen, in denen die Abstimmung nicht passt. Wir kompensieren zwar insbesondere in eigener Halle viel mit Kampfkraft und großem Willen, aber insbesondere mit der Angriffsleistung bin ich noch lange nicht zufrieden."

Verzichten muss Pfannenschmidt definitiv auf den in der 1. Mannschaft festgespielten Michael Binder und wahrscheinlich auf Nachwuchs-Spieler Luca Werner aus der A-Jugend, der die gesamte Woche aufgrund von Hüftproblemen nicht trainieren konnte. "Wir haben in der jüngsten Vergangenheit mit Rheinhausen und Wermelskirchen zwei der absoluten Top-Teams in eigener Halle geschlagen und gute Werbung in eigener Sache betrieben. Von daher hoffen wir auf einen regen Zuspruch der Zuschauer, zumal die Profis nicht im Einsatz sind. Für uns wäre das eine tolle Sache und würde der Mannschaft und dem gesamten Nachwuchsprojekt sicherlich noch einmal einen schönen Schub geben", blickt Pfannenschmidt auf das Derby voraus.

Die Platzverhältnisse in der Gesamtschulhalle sind bekanntermaßen beengt, so dass allen Fans dringend geraten wird, sich frühzeitig an der Tageskasse einzufinden.