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jugendzertifikat 2010

TBV darf sich keine Nachlässigkeit leisten

Vorzeichen stehen auf Warnung vor Leichtfertigkeit

Der TBV steht vor richtungsweisenden Spielen. Im Pokal trifft die Mannschaft von Volker Mudrow dabei auf einen Gegner im Aufwind.

1:7 Punkte zum Start der Saison sind alles andere als ein Empfehlungsschreiben - 8:0 Punkte in der Folge hingegen schon. Der DHB-Pokalgegner des TBV am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) befindet sich laut Statistik definitiv im Aufwind, der VfL Bad Schwartau belegt nach dem miserablen Start mit nunmehr 9:7 Punkten Platz 7 in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Knorr mit 33:31 bei Eintracht Hildesheim durch und unterstrich damit die momentane starke Form. Zumal die ersten Niederlagen der Saison stets knapp ausfielen und beweisen, dass der TBV sich am Mittwoch auf alles andere als einen Selbstläufer einstellen kann. Die Stimmung in der Hansehalle, in der 3.000 Zuschauer Platz finden, wird ihr Übriges zum stimmungsvollen Pokalfight beitragen. 

Bekanntester Name der Marmeladenstädter ist zweifelsohne der Trainer: Thomas Knorr spielte in seiner Karriere für prinzipiell alle Erz-Konkurrenten im Norden, sei es für den THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt oder den HSV Hamburg, ehe es Knorr 2007 zurück zu seinen Wurzeln zog, 1992 begann er seine Karriere bei Bad Schwartau. Zudem stehen 83 Länderspiele für die DHB-Auswahl in der Vita des VfL-Trainers. Der TBV ist in jedem Fall gewarnt, ein ähnliches Debakel wie letzte Saison in Lübbecke will keiner der TBV-Profis erneut erleben. "Wir haben uns geschworen, so etwas nie wieder zu erleben", bringt es Martin Strobel auf den Punkt. Ohne wenn und aber will der TBV die Hürde beim Zweitligisten nehmen, um sich den den Traum vom Final Four in Hamburg in dieser Saison aufrecht zu erhalten.

Der Traum vom Derby-Sieg ist indes für die Regionalliga-Reserve des TBV geplatzt. Gegen Nordhemmern gab es eine schmerzliche und vermeidbare 32:38 (15:15)-Niederlage, die Trainer Niels Pfannenschmidt in Teilen nur noch ratlos erscheinen ließ. Insbesondere etliche Undiszipliniertheiten seiner Akteure brachten den Trainer in Rage. "So etwas darf uns einfach nicht passieren, wir bringen uns ein ums andere Mal in Nachteil, so etwas können wir dann einfach nicht kompensieren", so Pfannenschmidt. Ein Zeitstrafenverhältnis von 11:4 gegen die Gastgeber drückt einige der Undiszipliniertheiten aus, die dem Regionalliga-Niveau selten gewachsenen Schiedsrichter nimmt Pfannenschmidt aus seiner Kritik trotz eklatanter Entscheidungen fairerweise aus und fasst seinem Team an die eigene Nase. Zig technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Abschluss waren auch schlichtweg nicht zu erklären.

Wie dem auch sei, die "großen" Vorbilder der Regionalliga-Spieler, die Profis des TBV, sind hinreichend gewarnt. Die Worte von Martin Strobel dürfte dabei jeder der Spieler von Trainer Volker Mudrow im Hinterkopf haben. Wobei "Mu" seinen Spielern mit Sicherheit noch einmal die Geschichte von Goliath und dem vermeintlichen David ins Gedächtnis rufen wird.

Am darauffolgenden Samstag kommt es in Balingen auf das nächste Aufeinandertreffen, in dem Martin Strobel besonders involviert ist: Gegen HBW Balingen-Weilstetten muss sich der TBV in der Liga erneut beweisen und darf sich angesichts der Heimstärke des HBW keine Gedanken über einen eventuellen Spielausgang machen. "Natürlich sind wir der Favorit, aber das ist für uns zweitrangig, zunächst konzentrieren wir uns auf die Aufgabe in Bad Schwartau, darauf kommt es für uns an. Danach geht unsere Blickrichtung nach Balingen zur nächsten Ligaaufgabe, aber dies ist vorerst tabu", so TBV-Manager Volker Zerbe.