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jugendzertifikat 2010

Teuer erkaufter Heimsieg

Starke Abwehrleistung sichert TBV den Sieg

Der TBV Lemgo gewinnt verdient mit 25:20 gegen die Gäste aus Großwallstadt. Jens Bechtloff verletzt sich leider erneut.

Der TBV Lemgo hat das Spiel gegen den Altmeister TV Grosswallstadt mit 25:20 (13:10) gewonnen. Der TBV erwischte dabei einen schlechten Start und kam nur schwer in Tritt, lag nach drei gespielten Mintuen mit 0:2 in Rückstand, ehe Holger Glandorf zum ersten Tor für den TBV in die linke obere Ecke einnetze. Ferenc Ilyés legte von der linken Rückraumposition aus zwei Minuten später nach zum 2:3. Florian Kehrmann, Michael Kraus, Vignir Svavarsson und Jens Bechtloff, der sich nach mehrwöchiger Verletzungspause zurückmeldete, komplettierten mit Martin Galia im Tor die Anfangssieben.

Der TBV kämpfte sich zurück ins Spiel und glich durch Ferenc Ilyés nach zwölf Minuten zum 5:5 aus. Vor 3.878 Zuschauern erzielte Florian Kehrmann, der sich einen Abpraller von der Torlatte zum Gegenstoß schnappte, den 6:5 Führungstreffer. Zwei Minuten später erhöhte Svavarsson auf 7:5, ehe Großwallstadt durch einen Doppelschlag von Kreisläufer Jens Tiedke zum 7:7 wieder ausgleichen konnte. Nach einer Viertelstunde kam Martin Strobel für Michael Kraus auf das Feld, Mark Schmetz löste Florian Kehrmann ab. Glandorf traf zum 8:7, Steffen Weinhold sorgte bei Großwallstadt für den Ausgleich, ehe Glandorf zum 9:8 erneut vorlegte.

Beim 10:8, das Bechtloff per Tempogegenstoß nach einem schönen Paß von Galia erzielte, sprang der Funke auf das Publikum über. Mit der Lipperlandhalle im Rücken hielt der TBV den Vorsprung über die noch verbleibenden acht Minuten der ersten Halbzeit und ging mit einer 13:10-Führung in die Pause. Doch der Wermutstropfen der Initialzündung wog schwer: Bechtloff verletzte sich kurze Zeit später bei einer ungestümen Aktion seines Gegenspielers beim Gegenstoß und musste für den Rest der Partie passen. Der eben erst in das Team zurückgekehrte Linksaußen brach sich den Mittelhandknochen der rechten Hand und wird mehrere Wochen ausfallen.

Nach der Pause kam der TBV mit Rolf Hermann im rechten Rückraum auf das Feld zurück, zeigte sich von Beginn an konzentriert und konnte den Vorsprung zwar auf 15:11 (34.) ausbauen, verpasste aber einige gute Chancen, sich vielleicht schon vorentscheidend von den Gästen abzusetzen. So blieb der TVG zumindest im Spiel, aber in der 39. Minute war es dann Svavarsson, der den Vorsprung des TBV beim 18:13 auf fünf Tore schraubte. In der 42. war der TVG jedoch wieder auf 3 Tore heran gekommen, Weinhold verkürzte auf 18:15. Michael Kraus, der deutlich gehemmt wirkte aufgrund seiner Bauchmuskelzerrung, verschaffte Ilyés im linken Rückraum eine Verschnaufpause, Glandorf löste Hermann ab. Fünf Minuten später war die Anzeige lediglich auf 19:15 geklettert, ein ganz starker Martin Galia ließ keine Treffer zu, im Angriff haperte es allerdings über weite Strecken. Das 19:16 fiel in der 49. Minute, Ilyés kam nun wieder im Angriff, Kraus wechselte auf die Mitte, Svavarsson löste den zuvor am Kreis eingesprungenen Kehrmann ab. Aber nach wie vor lief in dieser Phase im Angriff so gut wie nichts zusammen, nach 52:17 Minuten ware es dann endlich Michael Kraus, der mit seinem ersten Treffer durch einen schönen Stemmwurf auf 20:16 für den TBV erhöhte.

Schmetz verwandelte einen Siebenmeter nach Foul an Svavarsson, Kehrmann traf aus dem rechten Rückraum. Der TBV behielt in den Schlussminuten die Oberhand. Zehn Sekunden vor Schluss holte der an diesem Abend stark aufspielende Svavarsson noch eine Zweiminutenstrafe gegen Sverre Andreas Jakobssen, Schmetz verwandelte sieben Sekunden vor Schluss seinen dritten Siebenmeter der Partie und sorgte damit für den 25:20-Endstand.

Die Stimmen zum Spiel:

Peter David: Glückwunsch an Lemgo, das war wirklich ein sehr außergewöhnliches Spiel. Das Ergebnis passt eigentlich nicht zum Spielverlauf. Das Spiel haben wir eindeutig im Angriff verloren. Wie schon in Minden hatten wir dort unsere Probleme, das ist eine neue Situation für uns. Wir wurden nicht für unsere gute Abwehr belohnt. Mattias Andersson hat mit 56 Prozent gehaltener Bälle überragend gehalten, Martin Galia hat mit 50 Prozent aber leider auch sehr gut mitgemacht. Der zweite entscheidende Punkt waren unsere Ballverluste, wir haten zehn, Lemgo nur vier.. Wir hatten uns heute viel vorgenommen. Jetzt müssen wir weiter auf einen Auswärtssieg warten.

Volker Mudrow: Ich bin sehr zufrieden, vor allem mit der Abwehr. Wir haben in Balingen nur 20 Tore bekommen und heute auch nur. Das zeugt von einer guten Abwehrarbeit. Die Zusammenarbeit zwischen Torhüter und Abwehr passt, das freut mich. Wir müssen aber noch hart an dem schnellen Spiel nach vorne arbeiten, die erste und zweite Welle läuft noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Im Angriff erwarte ich, dass wir mit noch mehr Leidenschaft die Konzeptionen spielen, das wirkt oft noch zu statisch. Ab morgen werden wir uns mit diesen Aufgaben auseinandersetzen.

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