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Unentschieden in Podgorica reicht zum Weiterkommen

TBV zieht ins Achtelfinale des EHF-Cups ein

Der TBV Lemgo hat das Achtelfinale im EHF-Cup erreicht. Beim montenegrinischen Vertreter HC Buducnost Podgorica spielte der TBV 28:28 (13:15) und steht nach dem 46:23 aus dem Hinspiel in der nächsten Runde des Wettbewerbs.

Ohne Holger Glandorf, Sebastian Preiß, Michael Kraus, Ferenc Ilyés, Jens Bechtloff und Logi Geirsson hatte der TBV die Reise in die montenegrinische Hauptstadt angetreten und war trotz dieser personellen Voraussetzungen und des „Freifahrtscheins“ des 46:23-Hinspielerfolges der klare Favorit gegen Podgorica. Das Buducnost im Namen der Hausherren bedeutet Hoffnung, und auf diese fußte auch die Leistung Podgoricas, das Lemgo nicht richtig in Tritt kommen ließ und das Spiel ausgeglichen gestaltete. Lemgo begann mit Martin Galia im Tor, auf den Außenpositionen spielten Michael Binder und Florian Kehrmann, im Rückraum agierte Martin Strobel auf der Mitte sowie Rolf Hermann und Daniel Kubés auf den Halbpositionen. Kubes im linken Rückraum war eines der Experimtente, das Trainer Volker Mudrow testete. Am Kreis lief zunächst Vignir Svavarsson auf. Mit seinem bereits vierten Treffer erhöhte Hermann in der 8. Minute auf 6:3 für den TBV, der somit einmal mehr einem ungefährdeten Sieg entgegen zu steuern schien.

Ab Mitte der ersten Halbzeit war der TBV dann aber zu leichtsinnig, die Hausherren nahmen dankend an und setzten sich ihrerseits leicht von den Gästen ab. Beim 11:13 nahm Trainer Volker Mudrow dann aber doch seine Auszeit, zu fahrlässig agierte sein Team und ermöglichte Podgorica die Zwei-Tore-Führung. Doch es änderte sich zunächst nicht viel, der TBV ließ den Gastgebern generös Freiräume, die diese auch dankend annahmen. Beim 12:15 war Podgorica erstmals auf drei Tore davongezogen, Kehrmann traf zumindest noch zum 13:15, mit diesem Zwischenstand ging es denn auch in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit kam dann Carsten Lichtlein für Martin Galia zwischen die Pfosten und führte sich gleich mit einem gehaltenen Siebenmeter gut ein. Zudem war die Abwehr ein wenig konstanter als noch in Durchgang eins und dies zeigte seine Wirkung: Beim 16:15 durch Daniel Kubes war der TBV erstmals wieder in Front. Bis zum 18:16 setzte sich der TBV dann zum ersten Mal auf zwei Tore ab. Es war nach wie vor nicht die große Show wie im Hinspiel, aber zumindest hatte der TBV nun die Partie wieder im Griff und tat nicht mehr als nötig, getreu dem Motto, dass ein gutes Pferd nur so hoch springt, wie es eben muss. Gut 42 Minuten waren gespielt, der TBV lag mit 20:18 in Führung. Die Abwehr ließ Podgorica kaum noch zur Entfaltung kommen, gerade einmal drei Tore bis zu diesem Zeitpunkt sprachen eine deutliche Sprache. Kurze Zeit später war der TBV mit drei Toren in Front, es lief alles auf ein schiedlich, friedliches Ende dieser Partie hinaus.

Und genau so ging es dann auch weiter, in der 51. Minute war Rolf Hermann zum 26:22 erfolgreich. Dann schlich sich aber erneut der Schlendrian ins Spiel der Gäste und Podgorica kam bis auf 27:26 (55.) heran. Vier Minuten vor Ende der Partie nahm Volker Mudrow noch einmal seine Auszeit, erneut war sein Team zu nachlässig und konnte von Glück reden, dass Podgorica die Chance zum Ausgleich leichtfertig liegen ließ.  Die bot sich Podgorica in der letzten Minute dann unverhofft noch einmal, es stand 28:27 für den TBV. HC-Coach Vuk Roganovic nahm seinerseits noch einmal seine Auszeit. Und die Maßnahme fruchtete, Zarko Markovic traf in der Tat zum auf Seiten der Gastgeber vielumjubelten Ausgleich.