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jugendzertifikat 2010

TBV trotzt der Personalnot - Klarer Auswärtssieg

Logi-Comeback bei Kantersieg in Dormagen

Ohne Preiß, Kraus, Bechtloff und Hermann lässt der TBV in Dormagen nichts anbrennen. Logi Geirsson trifft drei Mal.

Der TBV Lemgo hat sich beim TSV Dormagen mit Tempohandball und einer konzentrierten Mannschaftsleistung klar mit 38:26 (18:14) durchgesetzt und der Personalnot im Kader eindrucksvoll getrotzt. Sein lang ersehntes Comeback gab dabei Logi Geirsson. Der Isländer hatte in dieser Saison noch kein einziges Pflichtspiel für den TBV bestreiten können. Michael Kraus, Jens Bechtloff und Sebastian Preiß fehlten verletzungsbedingt, auch Rolf Hermann musste kurzfristig passen, Ferenc Ilyés biss trotz nach wie vor vorhandenen Schmerzen im rechten Knie auf die Zähne.

Die Hausherren hatten den besseren Start zu bieten, Christoph Schindler mit einem Doppelschlag besorgte das 0:2. Daniel Kubes musste in der 3. Minute bereits zum ersten Mal für zwei Minuten auf die Bank, Holger Glandorf mit einem schönen Wurf in den linken Winkel besorgte den ersten Lemgoer Treffer. Nachdem Mocsai, der in Unterzahl für Strobel auf die Mitte kam, verkürzt hatte, durfte Schindler erneut mit seinem Schlagwurf zum Erfolg kamen. Trainer Volkker Mudrow reagierte und brachte Ilyés für Svavarsson in den Mittelblock. Nach 9:02 Minuten bekam der TBV ein weiteres Problem in der Abwehr, Daniel Kubes musste bereits zum zweiten Mal auf die Strafbank, der TSV zog auf 4:7 (11.) davon. Aber der TBV kämpfte, wollte sich von der schwierigen Personalproblemen nicht unterkriegen lassen.

Nach 12:18 Minuten traf Logi Geirsson mit seinem ersten Tor zum 6:7 und wenige Sekunden später war Kehrmann zum Ausgleich erfolgreich. Und so ging es zunächst weiter, ein Traumpass von Galia auf Geirsson folgte  der TBV lag beim 8:7 (14.) erstmals in Führung. Nach 15:10 Minuten bat TSV-Trainer Kai Wandschneider sein Team für eine Minute zu sich, Glandorf hatte zuvor den nächsten Gegenstoß zum 9:7 abgeschlossen. Im aufgebauten Angriff tat sich Dormagen sehr schwer, die nach den schwächeren Anfangsminuten wesentlich besser postierte  TBV-Abwehr zu knacken. Der TSV ließ sich jedoch zunächst nicht abschütteln, der TBV vergab im Angriff seine Chancen und Dormagen glich zum 9:9 aus. Ab der 19. Minute durfte sich der TBV erneut in Unterzahl versuchen, Ilyés musste für zwei Minuten vom Feld, nachdem er Linder am Kreis unfair angegangen sein soll.

Ganz stark präsentierte sich aber auch in dieser Phase Florian Kehrmann, der Feshchanka mit einem Dreher zum 12:11 (20.) überwinden konnte. Das 15:12 () durch Ilyés war der richtige Fingerzeig. Dann setzten sich jedoch die Schiedsrichter erneut in Szene, Ilyés musste auf die Bank für eine Aktion, die in jedem anderen Spiel kaum Beachtung gefunden hätte. Aber Schmetz mit dem sechsten Gegenstoß des TBV erhöhte auf 16:12 (25.). Umgehend darauf durfte sich Schmetz jedoch auch ausruhen, Dormagen brachte bei der 6:4-Überzahl jedoch keinen Treffer, sondern passives Spiel zustande. Und in der einfachen Unterzahl netzte einmal mehr Kehrmann ein (17:12, 27.), diesmal mit einem Stemmwurf aus dem Rückraum.  Leider verpasste es der TBV, sich noch entscheidender abzusetzen, die nächsten beiden Tore erzielten die Hausherren, Volker Mudrow nahm seine Auszeit in Durchgang eins, 28:40 Minuten waren gespielt. Es reichte noch zu einem Siebenmeter, den Schmetz sicher verwandelte, mit dem 18:14 ging es dann auch in die Kabinen.

Nach der Pause begann der TBV mit Mocsai auf der Mitte, der in den letzten Minuten der ersten Halbzeit schon Strobel abgelöst hatte. In der 35. Minute führte der TBV durch einen Treffer von Glandorf mit 21:16, der TBV war klar auf der Siegerstraße, Dormagen hatte Mühe im Angriff gegen die TBV-Abwehr, hinter der nun Carsten Lichtlein für Martin Galia gekommen war. Und beim TBV ging es immer schneller, zwei Gegenstöße über Svavarsson und Glandorf, der TBV führte 23:16. Kai Wandschneider reagierte und nahm seine Auszeit (36:53) und stellte seine Deckung auf eine 4:2-Formation um. Doch der TBV spielte abgeklärt und ruhig.

Beim 26:18 (42.) durch Glandorf war der TBV erstmals mit 8 Toren in Front, bezeichnenderweise einmal mehr in Unterzahl agierend. Der TBV hielt das Tempo unvermindert hoch, Glandorf aus der zweiten Welle besorgte das 28:19 (44.). Bei Dormagen schwanden zusehends die Kräfte, der TBV spielte seinen Part auch im aufgebauten Angriff ruhig und souverän über die Bühne, beim31:21 (50.) waren die Gäste auf 10 Tore enteilt. Dormagen blieb weiterhin bei seiner 4:2-Formation gegen Ilyés und Mocsai – der Erfolg blieb nach wie vor aus. Mark Schmetz besorgte in der 55. Minute das 33:22, einmal mehr kam der TBV zu einem einfachen Tor per Gegenstoß. In den letzten Minuten war in der Partie sichtbar die Luft raus, Schmetz und Co. ließen es sich jedoch nicht nehmen, weiter jede Chance zum Gegenstoß konsequent zu nutzen. Das Ergebnis fiel für Dormagen sicherlich ein wenig zu hoch aus, der TBV hatte jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass er als Mannschaft und Einheit funktioniert.