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jugendzertifikat 2010

TBV trifft auf Frisch Auf Göppingen

Weihnachtstrip ins Schwabenland

Einmal mehr "darf" der TBV an Weihnachten bei Frisch Auf Göppingen antreten, das bislang eine exzellente Saison spielt.

Bereits am 25. Dezember hat sich der TBV-Tross in Richtung Süden in Bewegung gesetzt, das Weihnachtsfest fällt also auch in diesem Jahr einmal mehr dem Spielplan zum Opfer. Doch angesichts der sportlichen Situation hilft es ohnehin nicht über diesen Umstand zu lamentieren, denn in Göppingen ist der TBV gefordert.

Beim Wiedersehen mit dem ehemaligen Lemgoer Lars Kaufmann gilt es für den TBV, den Kontakt zur erweiterten Spitze nicht vorerst zu verlieren. Göppingen rangiert mit 23:9 Punkten auf Platz fünf, der TBV liegt mit 20:12 Punkten drei Plätze hinter den Schwaben. Die Aufgabe in der EWS Arena ist allerdings alles andere als einfach, musste dort doch unter anderem der HSV  in seine einzige Saisonniederlage einwilligen. Ein starker Enid Tahirovic im Tor, eine taktisch bestens eingestellte Mannschaft und insbesondere die wiedererwachte Durchschlagskraft eines Lars Kaufmann zeichnen Göppingen in dieser Saison aus. Auch wenn der Angriffsmotor zuletzt ein wenig ins Stottern geriet, in Minden mühte sich die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic zu einem 23:21.

Beim TBV saß der Stachel der Enttäuschung nach dem verlorenen Spiel gegen Flensburg noch tief. So dominant wie der TBV die Partie bis zum 21:15 im Griff hatte, umso unerklärlicher waren die folgenden 16 torlosen Minuten. Dass das Schiedsrichter-Gespann Methe/Methe auch nach Ansicht des Spiels auf Video nach TBV-Meinung ihr Schärflein zur knappen Niederlage beitrugen, wollte TBV-Manager Volker Zerbe allerdings nicht mehr ausbreiten: „Wir können es ohnehin nicht mehr ändern, zuvorderst müssen wir die Fehler bei uns suchen. Und wir hatten nun einmal alle Möglichkeiten, diese Partie für uns zu entscheiden und dann hätten uns auch die umstrittenen Entscheidungen egal sein können. Wir müssen unsere Chancen einfach konsequenter nutzen und unser Spiel in den entscheidenden Momenten ruhiger und konsequenter spielen.“

Ein starkes, wenn auch unerwartetes Comeback feierte gegen Flensburg Ferenc Ilyés. Der ungarische Nationalspieler hatte im Vorfeld der Partie nicht mit der Mannschaft trainieren können, war in der Abwehr jedoch ein Garant dafür, dass die SG im Positionsangriff kaum zur Entfaltung kam. „Ich bin mit meiner Leistung in der Abwehr schon zufrieden, zumal ich ja vorher nicht mit dem Team trainieren konnte. Aber das ist nur ein schwacher Trost, denn wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen, wir müssen im Angriff konsequenter spielen, 23 Tore sind einfach viel zu wenig“, ärgerte sich Ilyés, der in Göppingen eventuell auch wieder im Angriff spielen kann. Das lädierte Knie des Ungarn ist zwar noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber Ilyés fühlt sich schon sicherer und dürfte auch bald seine Spielanteile im Angriff bekommen.

Gegen Göppingen wird nach wie vor Sebastian Preiß ausfallen, auch der Einsatz von Florian Kehrmann dürfte nach wie vor auf der Kippe stehen. Gegen Flensburg hätte sich Kehrmann zwar in den Dienst der Mannschaft gestellt, aber ein Blick auf die geschwollene Nase und das mit einem markanten Veilchen „verzierte“ Auge machte deutlich, dass dieser Einsatz kaum gesund gewesen wäre, zeigt aber, dass die Mannschaft alles versucht, um aus der inkonstanten Hinrunde die Wende hin zu dem TBV zu schaffen, den sich Fans, Umfeld und die Mannschaft selbst erwarten.