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jugendzertifikat 2010

Sieg zum Jahresabschluss

TBV setzt sich in der Bördelandhalle durch

Nach einer komfortablen Führung und einer über weite Strecken souveränen Partie macht es der TBV gegen Ende noch einmal spannend.

Am Ende setzte sich der TBV jedoch verdient mit 25:23 (14:8) durch und verabschiedet sich mit einem psychologisch wichtigen Sieg in die EM-Pause. Galia begann im Tor, im Innenblock agierten Ilyés und Kubes, Glandorf und Strobel spielten auf den Halbpositionen, Schmetz und Bechtloff auf außen. Im Angriff wechselten Ilyés und Kubes mit Svavarsson und Kraus, der auch zum 1:0 traf. Der TBV präsentierte sich in der Bördelandhalle von der ersten Minute an hoch motiviert, wollte nach drei Niederlagen in Folge endlich den nächsten Sieg einfahren.

Zwei Treffer von Svavarsson brachten den TBV mit 3:1 in Front, Glandorf erhöhte in der 7. Minute auf 4:1. Nach dem 5:1 durch Svavarsson zog SCM-Coach Michael Biegler seine grüne Karte, 8:33 Minuten waren gespielt. Doch auch in der Folge tat sich sein Team gegen die glänzend aufgelegte TBV-Abwehr schwer, die wenigen Chancen machte ein stark aufgelegter Martin Galia zunichte. Van Olphen traf in der 12. Minute erst zum zweiten Mal für die Gastgeber, zuvor hatte der TBV eine glasklare Chance nicht genutzt, Strobel erhöhte mit einer energischen Einzelleistung jedoch umgehend auf 6:2.

Magdeburg suchte in der Folge immer wieder Jurecki am Kreis, hatte damit auch zunächst Erfolg. Doch zweimal hintereinander scheiterten die SCM-Werfer vom Siebenmeterpunkt gegen den für diese Situation eingewechselten Carsten Lichtlein, Mitte der ersten Halbzeit lag der TBV mit 7:3 in Führung. Glandorf legte zum 8:3 nach, Kubes per Gegenstoß zum 9:3 (17.) – der TBV war das klar bessere Team. Der SCM kam bis zum 20. Minute auf 9:5 heran, der TBV hatte erneut leichte Chancen vergeben, ein technischer Fehler führte dann zum 9:6. Aber eine weiterhin starke Deckungsleistung war der Garant darüf, dass der TBV bis zur 24. Minute wieder auf 11:6 davon ziehen konnte. In der 29. Minute parierte Lichtlein beim Stand von 13:7 bereits seinen dritten Siebenmeter, der deutsche Nationaltorwart präsentierte sich auf den Punkt in hervorragender Verfassung und bildete mit Galia ein herausragendes Duo. Einziger Wermutstropfen der ersten 30 Minuten war der Treffer von Robert Weber, der praktisch mit der Schlusssekunde einen Freiwurf an der auf ein Abspiel eingestellten TBV-Abwehr vorbei ins Tor warf. Die 6-Tore-Führung war jedoch auch in der Höhe absolut verdient.  

Svavarsson war mit seinem vierten Tor der erste Treffer nach der Pause vorbehalten, zwei Tore in Folge bescherten dem SCM dann zumindest das 15:10 (34.). Und die nächste unvorbereitete Wurf im TB V-Angriff brachte die Hausherren in Ballbesitz und durch Jurecki mit einem sehenswerten Tor zum 15:11 heran. Kraus vom Siebenmeterpunkt gestaltete den Vorsprung wieder etwas komfortabler, dennoch waren die Angriffsaktionen in dieser Phases nicht mehr so zwingend und der SCM witterte seine Chance, Rojewski traf zum 16:12 (37.), Mocsai mit einem schönen Tor aus dem Rückraum brachte das 17:12. Volker Mudrow stellte nun kurzfristig die Deckung um, Kraus agierte vorgezogen gegen Tönnesen und prompt kam Bechtloff per Gegenstoß zum Zug und legte den Ball über Eijlers zum 18:12 (38.) ins Netz.

Grafenhorst trat anschließend vom Siebenmeterpunkt an, Kubes musste zudem für zwei Minuten vom Feld. Lichtlein kam für den Strafwurf und Grafenhorst versagten die Nerven, er traf nur den Pfosten. Als Kraus in Unterzahl auf 19:12 (41.) erhöhte, schien der TBV wieder in ruhiges Fahrwasser einlaufen zu können. Eine Zeitstrafe gegen Schmetz sorgte dann dafür, dass sich Florian Kehrmann trotz seines Nasenbeinbruchs einmal mehr in den Dienst der Mannschaft stellte.

In der 46. Minute war der SCM dann in Überzahl doch bis auf 21:17 heran gekommen, für den TBV galt es nun, nicht den Rhythmus zu verlieren. Kraus behielt vom Siebenmeterpunkt jedoch die Ruhe und Glandorf wuchtete den Ball anschließend zum 23:17 (49.) ins Netz. Beim Stand von 24:18 nahm Volker Mudrow seine Auszeit, 51:13 Minuten waren gespielt, sein Team hatte jedoch eine durchaus mögliche höhere Führung liegen lassen. Nach Tönnesens 24:19 kam Lichtlein für Galia ins Tor, aber auf einmal wurde die Partie knapp. In der 54. Minute nach zwei leichten technischen Fehlern war der SCM auf 24:21 dran. Magdeburg deckte vorgezogen auf Glandorf, aber Schmetz mit einem fulminanten Stemmwurf besorgte das wichtige 25:21. Als der SCM das 25:23 (57.) auf der Hand hatte, parierte Lichtlein glänzend gegen Rojewski. Aber im Angriff ging fast nichts mehr zusammen, und dann war es doch Rojewski, der sein Team mit dem 25:23 (58.) in Schlagweite brachte.

Und der TBV leistete sich den nächsten einfachen Abschluss, Eijlers war zur Stelle. Nach 58:38 Minuten nahm Michael Biegler seine Auszeit, das Spiel war in der Tat kurz davor, noch zu kippen, nachdem der TBV einmal mehr über lange Zeit souverän agiert hatte. Theuerkauf trat 56 Sekunden vor Schluss zum Siebenmeter-Showdown gegen Lichtlein an – und „Lütti“ parierte einmal mehr überragend. Ein Kempa-Anspiel fand nicht den Weg zu Bechtloff, aber Lichtlein hielt dann endgültig den Sieg für seinen TBV fest.