Martin Strobel blickt von Lemgo aus genau auf die Europameisterschaft in Österreich. Und das Beste: Neben Martins Kolumnen kann man auch etwas gewinnen.
Hallo liebe Fans,
es hat leider nicht ganz gereicht im Auftaktspiel gegen Polen, am Ende mussten wir uns mit 25:27 (8:12) geschlagen geben. Das erste Spiel in einem solchen Turnier ist immer etwas Besonderes, die Nervosität spielt oft eine große Rolle, kein Team weiß so ganz genau, wo es steht. Gegen Polen haben zwei starke Torhüter die Partie geprägt, Polen war insgesamt gesehen noch etwas sicherer in der Deckung und hat uns zu unvorbereiteten Würfen verleitet. Im Angriff haben wir es einfach nicht geschafft, die polnische Deckung in Bewegung zu bringen und bis zu klaren Chancen durchzuspielen. Polen verfügt über herausragende Einzelspieler, Karol Bielecki hat nach einer schwachen Anfangsphase insbesondere zum Ende der ersten Halbzeit aufgedreht und uns entscheidend in Rückstand gebracht.
Dieser Niederlage darf man nun nicht allzu lange hinterher trauern, zumal die Moral ja gestimmt hat. Nach dem deutlichen Rückstand in der zweiten Halbzeit wäre auch eine hohe Niederlage drin gewesen, aber die Mannschaft hat sich nie aufgegeben. Gegen Slowenien steht sofort die nächste Chance an, in das Turnier hineinzufinden. Wenn wir gegen Slowenien auf einer guten Deckung aufbauend auch im Angriff unsere Chancen konsequent heraus spielen, dann bin ich optimistisch, dass wir als Sieger aus der Begegnung heraus gehen. Allerdings ist Slowenien nicht zu unterschätzen. Unter Noka Serdarusic als Trainer haben sie eine starke Vorbereitung gespielt und auch die arrivierten Spieler scheinen noch einmal zeigen zu wollen, wozu Slowenien als Mannschaft fähig ist. Und das erste dicke Ausrufezeichen haben sie mit dem Sieg gegen Schweden gesetzt, das hatten wohl die wenigsten so auf der Rechnung.
Eine faustdicke Überraschung ist für mich ebenso, dass Ungarn gegen Topfavorit Frankreich ein Unentschieden erreicht hat, insbesondere weil mit Laszlo Nagy und Tamas Mocsai zwei Führungsspieler im Team der Ungarn fehlen in diesem Turnier. Und auch das Unentschieden von Island gegen Serbien war so nicht unbedingt zu erwarten.
Ich wünsche unserem Team nun, dass wir gegen Slowenien unser Potenzial konstant abrufen können und mit einem Sieg bereits einen Fuß in die Hauptrunden-Tür stellen können.
Euer Martin!
Und hier noch eine kleine Gewinnspielfrage:
Wie viele TBV-Spieler sind bei der EM aktiv?
Schickt Eure Antwort einfach an info@tbv-lemgo.de mit dem Betreff „Kolumne 2“ unter Angabe Eurer Kontaktdaten inklusive Telefonnummer. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 20.01.2010 um 18 Uhr. Die Daten werden natürlich nur für die Verlosung verwendet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Als Preis wird unter allen richtigen Antworten ein von Martin Strobel handsignierter Mini-Handball verlost.
Gewinnerin: Der signierte Miniball geht an Claudia Tominski aus Detmold.