German English
jugendzertifikat 2010

Von Beginn an hellwach

TBV überzeugt bei verdientem Sieg über die Füchse Berlin

Der TBV Lemgo startete mit einem 31:25 (16:14)-Erfolg über die Füchse Berlin in die Rückrunde. Bis auf Hermann hatte Trainer Mudrow dabei alle Spieler an Bord.

Der TBV begann mit Lichtlein im Tor, Mark Schmetz, Holger Glandorf, Martin Strobel, Ferenc Ilyés, Jens Bechtloff und Vignir Svavarsson. In der Abwehr kam Daniel Kubes für Svavarsson auf das Feld. Die ersten beiden Tore bis zum 2:0 gingen auf das Konto von Holger Glandorf, ehe Richwien das erste Tor für die Gäste erzielte. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, der TBV konnte sich durch einen Doppelschlag von Ilyés in der 8. Minute beim 6:4 wieder auf zwei Tore Vorsprung lösen und machte einen sehr konzentrierten Eindruck. Diesen unterstrich Svavarsson anschließend nach schönem Anspiel von Ilyés mit dem 7:4. Doch die Füchse ließen sich nicht abschütteln, waren in der 14. Minute beim 8:7 wieder dran, ehe Bechtloff mit einem schönen Dreher einen Gegenstoß zum 9:7 abschloss.

In der 16. Minute gönnte Volker Mudrow Ilyés eine Pause, für ihn kam Michael Kraus in den linken Rückraum. Die nächste Duftmarke setzte jedoch Martin Strobel mit einem fulminanten Stemmwurf zum 10:7. Als Holger Glandorf das 11:7 markierte, nahm Füchse-Coach Dagur Sigurdsson seine Auszeit im ersten Durchgang, 16:33 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Der TBV blieb jedoch die spielbestimmende Mannschaft, Bechtloffs Gegenstoß zum 13:8 (21.) machte die Kräfteverhältnisse deutlich, Svavarsson erhöhte nach einem tollen Anspiel von Kraus sogar auf 14:8. Aber erneut zeigten die Füchse, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten, in der 24. Minute traf Nincevic zum 14:11, der TBV ging in der Offensive mit seinen Chancen zu fahrlässig um, folgerichtig nahm Volker Mudrow nach dem 14:12 durch Strand seine Auszeit, 24:19 Minuten waren gespielt. Tamas Mocsai kam nun für Glandorf in die Partie, aber die Füchse blieben in der Spur, Laen brachte sein Team erneut bis auf ein Tor heran (14:13, 26.). Bechtloff beendete den 0:5-Lauf des TBV, sein Gegenstoß bedeutete das 15:13 (27.). Bis zur Halbzeit blieb der Zwei-Tore-Vorsprung bestehen, der TBV hatte es versäumt, nach der 14:8-Führung sich weiter abzusetzen und brachte die Füchse durch eigene Nachlässigkeiten wieder zurück in das Spiel.

Nach der Pause überraschte zunächst Füchse-Coach Sigurdsson mit der Maßnahme, den prinzipiell gut haltenden Stochl gegen Heinevetter auszutauschen. Beim TBV spielte Kehrmann auf Rechtsaußen, am Kreis kam Sebastian Preiß erstmals wieder im Ligaalltag zum Einsatz, Glandorf blieb zunächst noch auf der Bank. Den ersten Treffer im zweiten Durchgang markierten die Gäste, Strand war zum 16:15 erfolgreich. In der ersten Überzahl für den TBV konnten sich Strobel und Co. zunächst keinen Vorteil erspielen, Mocsai traf in der anschließenden Gleichzahl zur 19:16-Führung (36.). In eigener Unterzahl kämpfte der TBV leidenschaftlich, ließ die Füchse nicht entscheidend näher kommen, Mocsai und Preiß trafen vielmehr für den TBV, der dann beim 21:18 (40.) bei einem Lattenkracher durch Mocsai Pech hatte, der Ball prallte von Heinevetters Kopf ins Toraus. Das 22:18 ließ Kraus folgen, der mit einem frechen Heber Heinevetter vom Siebenmeterpunkt alt aussehen ließ. Ein wunderschönes No-Look-Anspiel von Mocsai verwertete Preiß in der 46. Minute in Überzahl zum 23:19, der TBV war auch in der zweiten Halbzeit das bessere Team, konnte sich aber bis zu diesem Zeitpunkt nicht entscheidend lösen.

Das 24:19 (47.) von Preiß war eine erneute komfortable Führung, den Füchsen fiel gegen die gute TBV-Deckung recht wenig ein, immer wieder wurde bis dahin der Weg zu Kreisläufer Laen gesucht. Sigurdsson nahm nach 47:02 Minuten seine Auszeit, stellte sein Team neu ein. Aber zunächst sorgte ein Traumpass von Kehrmann auf Bechtloff und der sichere Abschluss zum 25:19 für beste Stimmung unter den 4.025 Zuschauern in der Lipperlandhalle.

Holger Glandorf kehrte nach einer Sperre für Mocsai auf das Feld zurück, knapp 10 Minuten waren noch zu spielen, der TBV hatte beim 26:20 alle Trümpfe in der Hand. Ein vergebener Siebenmeter, ein verworfener freier Ball vom Kreis, der TBV hätte den Sack bereits frühzeitig zu machen können. Aber Michael Kraus nach seinem zweiten Steal in der Partie sorgte mit dem 28:21 (54.) dann doch für die Vorentscheidung. Die Füchse konterten zwar noch einmal mit zwei Toren in Folge, doch Kraus behielt im direkten Anschluss gegen Heinevetter vom Punkt die Nerven. Berlin stellte noch einmal die Deckung auf eine offensive Variante um, doch an dem völlig verdienten Sieg des TBV sollte es nichts mehr ändern. Die Zuscauer bedankten sich bei ihrem Team mit Standing Ovations und feierten einen gelungenen Liga-Auftakt in das neue Jahr.

Die Stimmen zum Spiel:

Dagur Sigurdsson: Lemgo hat das Spiel verdient gewonnen. Unser Abwehrchef hat uns heute sehr gefehlt. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, aber es hat eben einfach ein bisschen was zum Sieg gefehlt.

Volker Mudrow: Heute ist das Ergebnis das Wichtigste. Wir sind mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet. Das war sehr wichtig nach der langen Pause. Mich hat sehr erfreut, dass wir heute gute spielerische Akzente setzen konnten. Darin müssen wir aber noch stärker werden und aus der schwankenden Hinrunde lernen.