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jugendzertifikat 2010

Aschermittwoch in der Karnevalshochburg

TBV darf sich keine Blöße beim Abstiegskandidat geben

Die nächste Liga-Aufgabe führt den TBV in die Landeshauptstadt. Gegen die HSG Düsseldorf will der TBV Wiedergutmachung betreiben. Zwei Spieler müssen zuschauen.

Vom Papier her ist die Aufgabe in Düsseldorf sicherlich eine durchaus lösbare – doch Trainer Volker Mudrow warnt nicht zu Unrecht angesichts des jüngsten Auswärtserfolges der HSG, die sich in Minden zwei wichtige Punkte ergatterte. Mit Bostjan Hribar hat sich das Team von Trainer Goran Suton gut verstärkt, nachdem die erste Neuverpflichtung Jan Henrik Behrends sich unglücklich verletzte und bis Saisonende ausfallen wird. Mit Ognjen Kajganic holte sich Düsseldorf unmittelbar vor Ende der Transferperiode noch einen weiteren Spieler, der 34-jährige Rechtshänder kommt vom italienischen Erstligisten HC Conversano.

Die Landeshauptstädter setzen alles daran, die Klasse zu halten, die Last liegt nun nicht mehr allein auf den Schultern des ehemaligen Lemgoers Michael Hegemann. „Hege“ rechnet seiner Mannschaft durchaus Chancen in heimischer Halle aus, auch wenn er weiß, dass „der TBV vom Papier her klar besser aufgestellt ist. Aber schauen wir doch einmal, was aus der Wundertüte TBV am Mittwoch heraus kommt.“

Zuletzt war die Wundertüte leer, gegen den portugiesischen Vertreter Benfica Lissabon blamierte sich der TBV bis auf die Knochen, die unerwartete und völlig überraschende 27:30-Niederlage lässt das Erreichen des Viertelfinales alles andere als näher kommen. Von Enttäuschung bis Wut reichte die Gefühlslage bei den Verantwortlichen, Volker Zerbe nimmt die Mannschaft vor dem Auftritt in Düsseldorf ins Gebet: „Solche Aussetzer wie gegen Lissabon sind nicht entschuldbar. Die Mannschaft muss jetzt endlich Charakter zeigen und beweisen, dass sie wirklich will.“

In Düsseldorf kann Trainer Volker Mudrow bis auf den angeschlagenen Rolf Hermann auf seinen gesamten Kader zurück greifen. Allerdings verzichtet er auf einen Akteur: Michael Kraus wird aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader des TBV stehen.