Im Hinspiel kassierte der TBV in Wetzlar eine unerwartete Niederlage. Am Samstag steht das Rückspiel an, die Mannschaft will einiges wieder gut machen.
Eigentlich ist die HSG Wetzlar eine Art Lieblingsgegner für den TBV Lemgo. 9 Siege stehen aus den letzten 10 Begegnungen für den TBV zu Buche. Doch diese Niederlage datiert vom 25. September 2009, als sich die HSG als "schlechter Gastgeber" erwies und den TBV mit einem 30:31 auf die Heimreise schickte.
So wie damals geht der TBV auch am Samstag um 20.15 Uhr vor heimischem Publikum als Favorit in die Partie, gleichwohl wissend, dass die HSG in der Lipperlandhalle unbekümmert aufspielen kann. Der TBV hingegen will sich vor seinen Fans rehabilitieren und den Eindruck vom Ausrutscher im EHF-Cup-Achtelfinalhinspiel gerade rücken. Selbstvertrauen tankten Kapitän Sebastian Preiß und Co. beim Rückspiel in Lissabon, beim 31:18 präsentierte sich der TBV als echte Einheit und sollte dieser Schwung mit in die Liga genommen werden können, wird der TBV seiner Favoritenrolle auch gerecht werden können.
Die HSG machte in den letzten Tagen mehr Schlagzeilen abseits des sportlichen Geschehens, der Verein stand - wie jüngst bekannt wurde - Ende des letzten Jahres unmittelbar vor der Insolvenz, die mit neuen Einnahmen von 655.000 Euro noch gerade abgewendet werden konnte. Trainer Michael Roth sagte vor der Rettung des Vereins sein bis 2011 laufendes Engagement trotz Angebote anderer Vereine zu. Dennoch gibt es im personellen Bereich Kuriositäten bei der HSG. Michael Allendorf wurde laut einer Pressemitteilung als wichtiger Baustein für die Zukunft an die HSG gebunden, jüngst gab Ligakonkurrent MT Melsungen jedoch die Vertragsunterschrift des Linksaußen bekannt - Ende offen.
Mit 15:25 Punkten reist die HSG an, wahrscheinlich hatten die Verantwortlichen am späten Mittwochabend schon die Punkte 16 und 17 eingeplant. Fünf Minuten vor Spielende führte die HSG 24:22 in Gummersbach, Torhüter Vladan Krasavac hatte bis dahin fünf Siebenmeter pariert, die Mittelhessen schienen mit einem Auswärtssieg auf die Heimreise gehen zu können. Doch am Ende stand die HSG nach dem 25:28 mit leeren Händen da.
Der TBV wird in jedem Fall gewarnt sein, haben die Gäste doch wie erwähnt nichts zu verlieren in der Lipperlandhalle. Beim TBV scheinen die Zeichen dabei auf einen vollen Kader zu stehen, ohne größere Blessuren wurde das EHF-Cup-Wochenende überstanden.
Karten für die Partie gibt es noch in allen Kategorien, derzeit sind etwa 3.800 Tickets verkauft worden. TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe hofft noch auf einen regen Zuspruch in den nächsten Tagen: "Die Mannschaft hat sich für Samstag viel vorgenommen und will den Eindruck des letzten Heimspiels unbedingt wett machen. Ich bin mir sicher, dass wir am Samstag wieder den TBV erleben werden, den wir uns alle erwarten und von daher hoffe ich darauf, dass unsere treuen Fans den Weg in die Halle finden werden und einmal mehr für eine tolle Atmosphäre sorgen werden."