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Jugendzertifikat 2010

Statistik verspricht Spannung

TBV bereitet sich auf das OWL-Derby vor

Ungewöhnlich für die Terminhatz in der Bundesliga: Der TBV hat neun Tage Pause zwischen zwei Spielen.

Der TBV hatte seinen Rhythmus gefunden: Ein Kantersieg in Lissabon, ein überzeugender Sieg gegen Wetzlar - doch das nächste Spiel lässt auf sich warten. Ungewöhnlich für den ansonsten pickepackevollen Terminplan hat der TBV neun Tage Zeit, sich auf das Ostwestfalen-Derby gegen den TuS N-Lübbecke vorzubereiten. 

Ob dies nun ein Vorteil ist, weil die Spieler ihre Blessuren auskurieren können, oder der Spielrhythmus verloren gehen könnte, sei dahin gestellt. In jedem Fall arbeitet die Mannschaft unter Volker Mudrow akribisch weiter. Bis auf den Sonntag stehen jeden Tag Trainingseinheiten auf dem Programm, auch am Samstag bittet Volker Mudrow seine Spieler am Vormittag in die Lipperlandhalle. 

Holger Glandorf musste unter anderem unter der Woche mit einem Magen-Darm-Infekt passen, Michael Kraus fällt mit seinem Muskelfaserriss noch längere Zeit aus, so dass Volker Mudrow in Teilen improvisieren muss, um sein Team auf den schweren Gang in die Merkur-Arena am kommenden Dienstag vorzubereiten. Der TuS, der sich vor kurzem mit Frank Löke am Kreis nicht nur namhaft, sondern auch qualitativ hochklassig verstärkt hat, fuhr zuletzt zwei Niederlagen hintereinander ein. Während die Niederlage in Flensburg noch als normal eingestuft werden kann, wird das verlorene Derby beim Erzrivalen in Minden wesentlich stärker schmerzen.

Nach dem 23:28 fand Coach Patrik Liljestrand deutliche Worte zur Leistung seiner Mannschaft, entsprechend motiviert wird der TuS am Dienstag in das nächste Derby vor heimischem Publikum gehen.

Die Saison für die Mannschaft vom Wiehen verlief bisher mit Höhen und Tiefen. Neben der mageren Ausbeute von 1:3 Punkten gegen GWD Minden oder einem enttäuschenden 24:24 gegen Aufsteiger Hannover in heimischer Halle, mussten auf der anderen Seite die SG Flensburg (28:31), die Rhein-Neckar Löwen (26:31) oder jüngst der VfL Gummersbach (26:27) geschlagen die Rückreise antreten.

Bleibt zu hoffen, dass der TBV schnell wieder seinen Rhythmus finden wird am kommenden Dienstag. Für ein interessantes Derby spricht übrigens auch die Statistik, die ja bekanntlicherweise nie lügt: Während der TuS N-Lübbecke in der Gesamttabelle der bislang gepielten ersten Halbzeiten in eigener Halle nur auf Platz 10 rangiert, steigert sich der TuS in der Heimtabelle der zweiten Halbzeiten auf den guten fünften Rang. 

Der TBV hingegen liegt in der Auswärtstabelle in der ersten Halbzeit auf Rang 2, büßt in den zweiten 30 Minuten jedoch ein wenig ein und landet dort auf Platz 5.

Demzufolge müsste der TBV besser in die Partie finden, der TuS sich in der zweiten Halbzeit steigern, der TBV jedoch am Ende die besseren Karten für sich haben. Doch weil Handball zum Glück immer noch mit Emotionen, Menschen und Tagesform zu tun hat, erscheint die Statistik dann doch so grau wie die Theorie. Am Dienstag wird es in jedem Fall lebhafter zu und hergehen.