Der TBV Lemgo will gegen den HBW Balingen-Weilstetten am Mittwoch (20.15 Uhr) in der Lipperlandhalle nachlegen.
Ein Punkt in Hamburg wäre das I-Tüpfelchen gewesen, insbesondere nach der Aufholjagd, die der TBV in den letzten Minuten hingelegt hatte. Zwar ärgern TBV-Manager Volker Zerbe immer noch die nicht gegebene Zeitstrafe gegen Igor Vori nach dessen Foul an Florian Kehrmann beim Pass auf Jens Bechtloff und der ominöse Pfiff vor Lijewskis Siegtreffer, aber der Blick geht letztlich nach vorne: "Der Pfiff war eine klare Einflussnahme auf das Spielgeschehen und von daher ärgert das ungemein. Wir können es jedoch nicht ändern, auch wenn man mit diesen Entscheidungen nicht einverstanden sein kann und ich hoffe, dass die HBL bei solchen Vorkommnissen auch entsprechend reagiert. Für uns gilt es nun jedoch zunächst, gegen Balingen vor heimischem Publikum nachzulegen und einen Sieg einzufahren."
Von der Papierform her ist das Spiel gegen den Tabellen-15. eine klare Angelegenheit, allerdings ist die Mannschaft von Trainer Dr. Rolf Brack nicht zu unterschätzen. Immerhin stehen sich mit dem TBV und dem HBW die beiden einzigen Kiel-Bezwinger dieser Saison gegenüber, und auch wenn Balingen vor heimischem Publikum deutlich stärker einzuschätzen ist, darf man den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Balingen braucht für den Klassenerhalt jeden Punkt und wird entsprechend leidenschaftlich um seine Chance kämpfen.
Die Zuschauer in der Lipperlandhalle werden in der Partie, für die es noch Karten in allen Kategorien gibt, mit Sicherheit wieder eine der taktischen Lieblingsmaßnahmen des HBW-Trainers sehen, der gerne auch schon frühzeitig den Torhüter gegen einen siebten Feldspieler wechselt. Im Hinspiel fruchtete diese Maßnahme kaum, der TBV dominierte das Geschehen in Balingen und setzte sich mit einem überragenden Holger Glandorf, der alleine 10 Tore markierte, mit 26:20 durch.
"Wir sind natürlich der klare Favorit, aber das heißt nicht, dass wir diese Partie schon als gewonnen betrachten. Für uns ist es wichtig, weiter an unserer Konstanz zu arbeiten. Was die Mannschaft leisten kann, hat sie in den letzten Spielen gezeigt, auch wenn wir gegen Hamburg viel zu spät aufgewacht sind. Nun gilt es weiter auf den gezeigten Ansätzen aufzubauen und uns für die kommenden schweren Aufgaben vorzubereiten", so Zerbe.