Der TBV steht am Sonntag (19 Uhr) in Saragossa bei CAI BM. Aragon in der Pflicht. Die Mannschaft brennt auf das Halbfinale.
Eine zeitintensive Anreise wurde bereits am Abend austrainiert, um vier Uhr morgens ging die Reise von Lemgo aus los, um 15 Uhr landete das Team in Saragossa. 11 Stunden, die natürlich nicht spurlos an den Spielern vorbei gegangen sind.
Das Abschlusstraining im wirklich prächtigen und beeindruckenden Pabellon Principe Felipe brachte neben dem fast schon obligatorischen Sieg von Alt gegen Jung (Manager Volker Zerbe war dabei ebenso aufgelaufen wie Vereinsarzt Volker Broy) zwar keine neuen Erkenntnissen, zeigte aber eine hochkonzentrierte Mannschaft. Passen musste lediglich Sebastian Preiß, der mit starken Halsschmerzen im Hotel geblieben war und sich für Sonntag schonte – ob Preiß mitspielen kann, ist derzeit noch fraglich. Gehandicapt war ebenso Rolf Hermann, der an der Wurfhand getapt werden musset, sein Einsatz ist jedoch sicher.
Trainer Volker Mudrow nahm seine Mannschaft noch vor dem Training in die Pflicht, um den Einzug in das Halbfinale perfekt zu machen: „Eine konzentrierte und harte Abwehrleistung ist der Grundstein dafür, dass wir gegen Aragon weiterkommen. Wir dürfen uns keine Nachlässigkeiten erlauben.“
In die gleiche Kerbe schlug auch Martin Strobel, der sich nicht vom Weg in die Runde der letzten vier Mannschaften abbringen lassen will. „Wir können hier viel erreichen, der EHF-Cup ist unsere letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison und das sollte Ansporn genug sein. Wir haben gezeigt, was wir mit dieser Mannschaft leisten können, dies müssen wir jetzt unbedingt bestätigen“, zeigt der Spielmacher die Marschrichtung an.
Besonderes Augenmerk wird dabei vorallem den Rückraumlinken Ivan Stankovic, der im Hinspiel mit sieben Treffern der erfolgreichste Torschütze Aragons gewesen war. Die starke Leistung aus dem Hinspiel darf kein Ruhekissen sein, wie Holger Glandorf einmal mehr betont, weiß er doch aus eigener Erfahrung, wie hitzig es im Pabellon zugehen wird: „Die Halle ist sehr laut, die Zuschauer sind sehr hitzig, die Schiedsrichter sind hier durchaus schon einmal schnell beeindruckt.“
Die Unparteiischen Olivier Buy und Stevann Pichon aus Frankreich sind also gefordert, das Gespann kennt Volker Zerbe, eine Einschätzung mag er aber im Voraus nicht abgeben, wobei er betont, dass es zuvorderst auf die eigene Leistung ankommt: „Wir dürfen uns nicht im Voraus Gedanken über etwaige Schiedsrichterleistungen machen. Wir müssen unser Spiel konzentriert und konsequent spielen und dann haben wir alles selbst in der Hand.“