Kritik an der Leistung, Kritik an der Einstellung, es prasselte viel auf den TBV-Spielmacher ein. Nun zog er eine erste Konsequenz.
Die Nachricht war doch recht überraschend, nachdem Bundestrainer Heiner Brand nach dem Bring-Cup in Norwegen noch öffentlich erklärt hatte, dass Michael Kraus "nichts abgeben" müsse. Doch der Kapitän der DHB-Auswahl zog nun seine Konsequenz und gab das Amt zurück.
Kraus selbst will sich nur noch "auf Training, Spiel und die Fitness meines eigenen Körpers konzentrieren", die zahlreichen Nebenkriegsschauplätze sollen der Vergangenheit angehören. Im Zuge dessen wurde der Beraterstab rund um den Nationalspieler auch auf seinen Bruder Christian reduziert. Getreu dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei.
Um in selbigem selbst federführend herumzurühren, will Kraus seinen Fokus nun vorerst voll auf den TBV legen. Den Anfang machte er mit 11 Toren gegen Melsungen, gegen La Rioja soll am Sonntag nachgelegt werden, wenn der TBV den Grundstein für das Erreichen des EHF-Pokal-Finales legen will.