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jugendzertifikat 2010

Rechnung aus dem Hinspiel ist noch offen

TBV-Gegner kämpft um die Champions League

Der TBV trifft in der Europahalle in Karlsruhe auf die Rhein-Neckar Löwen. Die wollen mit einem Sieg die Chance auf Platz drei wahren.

"Löwen wollen gegen Lemgo siegen" so die verheißungsvolle Überschrift auf der Homepage der Löwen. Dass der TBV mit dem Anspruch auf einen Auswärtssieg bei den Löwen antritt, steht sicherlich nicht im Widerspruch, allerdings dürfte die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren sicherlich als Favorit in diese Partie gehen. Nach dem hauchdünn verpassten Pokalsieg in Hamburg hat der in Teilen einmal mehr hinter den Erwartungen zurückgebliebene Club aus Mannheim neues Selbstvertrauen getankt. Die jüngste Niederlage vor heimischem Publikum im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den THW Kiel hat daran wohl kaum etwas geändert. 

Zumindest blieben den Löwen jegliche Reisestrapazen erspart, anders als den TBV-Profis. Am Montagabend kam der Tross im heimischem Lemgo an, nach einer Trainingseinheit am Dienstagvormittag ging es um 13 Uhr bereits wieder mit dem Bus nach Karlsruhe - die SAP-Arena in Mannheim steht aufgrund der Eishockey-WM nicht zur Verfügung, daher die Verlegung in die Europahalle. 

Personell können beide Trainer aus dem Vollen schöpfen, Martin Galias Hexenschuss ist auf dem Weg der Besserung, Daniel Kubes ließ sich am Dienstag jedoch noch sein Knie untersuchen, das ihm zuletzt einige Probleme bereitete, der tschechische Abwehrchef wird aber mit Sicherheit auflaufen. Bei den Löwen muss Trainer Lindgren lediglich auf den langzeitverletzten Gudjon Valur Sigurdsson verzichten.

Mit 15 Minuspunkten liegen die Löwen unmittelbar hinter der SG Flensburg-Handewitt (14 Minuspunkte) auf Platz vier, ein Sieg gegen den TBV ist dabei schon fast Pflicht, will man den Konkurrenten aus dem Norden im Kampf um die Champions League-Qualifikation nicht vielleicht schon vorentscheidend enteilen lassen. Der Druck liegt von daher sicherlich eher bei den Löwen, auch wenn der TBV mit seinerseits 20 Minuspunkten zusehen muss, den Anschluss an die EHF-Pokalplätze weiter zu wahren. 

Allerdings hat der TBV noch eine dicke Rechnung offen - das Hinspiel ging beim 22:38 vor heimischem Publikum völlig daneben. In jedem Fall gilt es nach dem Spiel, sofort den Hebel umzulegen auf den kommenden Sonntag, wenn um 17 Uhr in der Lipperlandhalle Naturhouse La Rioja zum Rückspiel im EHF-Cup-Halbfinale antritt und der TBV eine Fünf-Tore-Niederlage wett machen muss. "Natürlich brennen wir auf dieses Spiel, der Kartenvorverkauf läuft mittlerweile recht gut, aber wir dürfen mit dem Kopf auf keinen Fall bereits bei dieser Partie sein, sondern zunächst bei den Löwen eine hoch engagierte Leistung zeigen müssen, wir haben schließlich in der Liga keinen einzigen Punkt zu verschenken", so TBV-Manager Volker Zerbe.