Der TBV verliert beim direkten Tabellennachbarn Gummersbach mit 24:29 (11:15) und muss Platz 6 vorerst abschreiben.
Der TBV begann in der Eugen-Haas-Halle mit folgender Aufstellung: Carsten Lichtlein, Jens Bechtloff, Michael Kraus, Tamas Mocsai, Holger Glandorf, Florian Kehrmann und Sebastian Preiß. In der Abwehr wehselten Daniel Kubes und Ferenc Ilyés mit Kraus und Mocsai. Kraus scheiterte in der zweiten Minute mit einem Siebenmeter an Stojanovic, Lützelberger traf für den VfL anschließend zum 0:1. Aber der TBV war dennoch gut im Spiel, Glandorf und Schmetz mit dem zweiten Siebenmeter brachten den TBV in Front (2:1, 6.). Gummersbach hatte zunächst einige Schwächen im Abschluss, in der 8. Minute traf jedoch erneut Lützelberger zum 3:3 und legte in Überzahl kurze Zeit später zur nächsten VfL-Führung nach. Nun waren die Hausherren ihrerseits besser im Spiel, profitierten auch davon, dass der TBV im Abschluss einige Chancen ungenutzt ließ. In de Abwehr war Lützelberger ein ständiger Unruheherd, traf beim 4:6 bereits zum vierten Mal.
Ein vergebener Gegenstoß brachte Gummersbach im Gegenzug zur ersten Drei-Tore-Führung, in der unangenehm zu spielenden altehrwürdigen Eugen-Haas-Halle durfte sich der TBV keine Nachlässigkeiten erlauben. Hermann kam zwischenzeitlich für Glandorf in die Partie, Kraus war anschließend mit einem schönen Wurf zum 6:8 (16.) erfolgreich, hielt den TBV im Spiel und legte kurz darauf in Überzahl zum 7:8 nach. Die Chance zum Ausgleich ließ der TBV zunächst ungenutzt, fing sich stattdessen einen vermeidbaren Gegenstoß, ehe Preiß zum ersten Mal vom Kreis erfolgreich war (8:9, 21.) und dann legte Bechtloff den Ball nach einem Konter schön über Stojanovic zum Ausgleich ins Netz.
Dann musste Bechtloff für zwei Minuten vom Feld, die Überzahl nutzte der VfL prompt zum 9:11 (24.). Strobel zog mittlerweile die Fäden im Rückraum, Kehrmann warf den TBV nach einer schönen Finte wieder heran, aber Gummersbach agierte sehr souverän in Überzahl und die nächste frei vergebene Chance des TBV brachte den VfL im Gegenzug wieder auf 10:13 in Front. Volker Mudrow nahm seine Auszeit im ersten Durchgang, 25:16 Minuten waren gespielt. Aber die Probleme im TBV-Angriff blieben vorhanden, ein einfacher technischer Fehler brachte Gummersbach in Ballbesitz, Kehrmann traf Vuckovic unglücklich und musste für zwei Minuten vom Feld. Die Emotionen schwappten auf der VfL-Bank über und wurden mit ebenfalls zwei Minuten eingebremst.
Im Spiel fünf gegen fünf war der VfL erneut präsenter, ging mit 10:14 (28.) in Führung, ehe Bechtloff nach einem tollen Kempa-Anspiel von Kraus mit einem spektakulären Heber vollenden konnte. Bis dahin hatte der TBV fast fünfeinhalb Minuten kein Tor erzielt. Nach 29:48 gespielten Minuten nahm VfL-Coach Sead Hasanefendic seine Auszeit in der ersten Hälfte. Bei angezeigtem Passiv-Warnzeichen düpierte Szilagyi dann völlig überflüssig die TBV-Abwehr mit einem Hüftwurf, mit dem 11:15 ging es dann auch in die Kabinen. Der TBV hatte in seinem Spiel zu viele Schwankungen und scheiterte zu oft am gut aufgelegten Goran Stojanovic, so dass die Halbzeitführung für die Hausherren auch in der Höhe verdient war.
In der zweiten Hälfte war es zunächst Lichtlein zu verdanken, dass der VfL nicht weiter davon ziehen konnte, Kehrmann war der erste Treffer zum 12:15 vorbehalten. Die TBV-Abwehr war anfänglich zwar präsenter, konnte aber in den entscheidenden Momenten dennoch den VfL nicht entscheidend bremsen, so dass Vuckovic zum 13:17 (35.) traf, der nächste einfachste Fehler im Angriff musste einmal mehr von Lichtlein ausgebügelt werden. Die nächste Einladung nahm der VfL dann aber an, Lützelberger war zum 13:18 (36.) zur Stelle. Und auch in Überzahl konnte der TBV nicht entscheidend aufholen, beim 15:19 (38.) konnten die Hausherren wieder auffüllen.
Beim 15:20 bot sich in der nächsten Überzahl die Chance, den Rückstand wettzumachen, aber Wagner traf stattdessen zum 15:21 (41.), der TBV drohte nun vollends den Anschluss zu verlieren. Kubes musste für zwei Minuten nach einer Fußabwehr vom Feld, Strobel folgte nur kurze Zeit später und Zrnic stellte beim 16:23 (44.) die Vorentscheidung her. Stojanovic erwies sich für den TBV-Angriff in dieser Phase als fast nicht zu überwinden, der TBV agierte zu ideen- und drucklos. Mocsai war mittlerweile wieder für Strobel in die Partie gekommen, Schmetz spielte für Kehrmann, Svavarsson löste zudem Preiß ab. Svavarsson war dann endlich wieder einmal für den TBV erfolgreich, traf zum 17:23 (48.). Schmetz‘ Gegenstoß zum 19:24 (50.) schien ein wenig Besserung zu versprechen, aber prompt kam der VfL-Angriff wieder fast unbedrängt zum Abschluss.
Der TBV wirkte auch in der Schlussphase nicht so, als wollte oder könnte er noch einmal entscheidend zulegen. In der Abwehr kam der VfL nach wie vor immer wieder annähernd unbedrängt zum Wurf und im Angriff blieb Stojanovic allzu oft Sieger im Duell gegen die TBV-Angreifer. Beim 21:28 (56.) waren es denn auch wieder sieben Tore Rückstand, nach der nächsten Stojanovic-Parade sogar deren acht. Volker Mudrow nahm seine Auszeit, 56:30 Minuten waren gespielt. Drei Tore in Folge brachten zumindest noch das 24:29 (60.), aber letztlich musste der TBV in eine leider völlig verdiente und klare Niederlage einwilligen.