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jugendzertifikat 2010

Zum Greifen nah... | Public Viewing in der Lipperlandhalle

Eine Hand am Pott, aber 60 Minuten Schwerstarbeit warten

Der TBV geht mit einem 6-Tore-Polster in das Rückspiel im EHF-Pokalfinale. Ein Ruhekissen ist der Vorsprung aber nicht.

Die Stimmung nach dem 24:18 im Hinspiel gegen die Kadetten Schaffhausen war in der Lipperlandhalle entsprechend euphorisch. Aber Trainer Volker Mudrow warnte unmittelbar vor dem Abpfiff, das Fell des Bären schon zu verteilen: "Es ist erst Halbzeit in diesem Finale. Wir haben jetzt 60 Minuten über weite Strecken gut gespielt, aber wir müssen in Schaffhausen noch einmal über 60 Minuten eine engagierte Vorstellung abliefern, sonst ist so ein Vorsprung schnell verspielt!"

Warnendes Beispiel sollte das Spiel zwischen den Kadetten und der SG Flensburg-Handewitt aus dem Halbfinale sein. 18:13 führte die SG in der Schweizersbildhalle gute 15 Minuten vor Ende der Partie, dann drehten die Kadetten die schon verloren geglaubte Partie in einen 24:21-Sieg. "Das alleine zeigt schon die Qualitäten der Kadetten, wir müssen in der Abwehr erneut aggressiv und sicher stehen und vorne unsere Chancen noch konsequenter nutzen", nimmt Mudrow die Mannschaft in die Pflicht.

Bei den Kadetten herrscht vor dem Rückspiel eher verhaltener Optimismus, Trainer Petr Hrachovec hofft auf die gleiche Einstellung seiner Spieler wie in den Runden zuvor: "Uns hat ausgezeichnet, dass wir uns nie aufgegeben haben. Dies werden wir auch im Rückspiel nicht. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal so viele Fehler produzieren wie in Lemgo."

22 Fehlwürfe und technische Fehler wies die Kadetten-Statistik aus, wobei auch der TBV-Angriff nicht wie gewünscht zum Zug gekommen war. Kadetten-Goalie Björgvin Gustavsson verblasste zwar angesichts der Galia-Gala auf der Gegenseite ein wenig, bot aber ebenso eine starke Vorstellung. "Wir haben viele Chancen ausgelassen, daran müssen wir arbeiten. Das kann noch einmal eine ganz enge Angelegenheit werden, aber wir wollen diesen Titel unbedingt und werden alles dafür geben", bringt es TBV-Spielmacher Martin Strobel auf den Punkt.

Die Partie in der Schweizersbildhalle wird am Samstag um 14.10 Uhr angepfiffen, der WDR überträgt live. Alle TBV-Fans sind herzlich zum Public Viewing in der Lipperlandhalle eingeladen. Infinity, Caterer der Lipperlandhalle, veranstaltet das Public Viewing im Kongresszentrum der Halle, Einlass ist ab 13 Uhr, der Eintritt ist frei!

Zudem wird es auf der Homepage des TBV wieder einen Live-Ticker geben, der in regelmäßigen Abständen alles Wissenswerte rund um das Spiel präsentieren wird und am Ende hoffentlich den dritten Europapokal-Triumph des TBV über das Internet verbreiten wird...