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jugendzertifikat 2010

Das Kribbeln beginnt

TBV geht voll konzentriert in das Final-Rückspiel

Der TBV will sich den Erfolg im EHF-Cup nicht mehr vor der Nase wegschnappen lassen. Eine Schrecksekunde gab es im Abschlusstraining.

Der Schrei war nicht zu überhören, in der extrem engen und kleinen Schweizersbildhalle. Vignir Svavarsson lag zusammengekrümmt am Boden und hielt sich schmerzverzerrt den linken Fuß. Das Abschlusstraining für den isländischen Nationalspieler war gelaufen, Svavarsson war mit dem Fuß umgeknickt und die medizinische Abteilung um Vereinsarzt Volker Broy und Physiotherapeut Bennet Risch legte umgehend einen Kompressionsverband an – nichtsdestotrotz wird Svavarsson auf die Zähne beißen müssen, will er am Samstag im Finale auflaufen können.

Ansonsten verlief das letzte Training vor dem wahrscheinlich wichtigsten Spiel (Samstag, 14.10 Uhr, live im WDR und im Live-Ticker auf dieser Seite) in dieser Saison reibungslos, lediglich der Sieg von jung über alt im obligatorischen Fußballspiel ist ein schlechtes Omen, war bei den letzten drei Runden doch jedesmal die Erfahrung des Alters als Sieger vom Platz gegangen.

„Die Chancen sind ausgeglichen, ich warne davor, hier auch nur eine Minute das Zählen anzufangen. Wir müssen versuchen, mit einer herausragenden Leistung dieses Spiel zu gewinnen, das ist unser Anspruch. Aber es wird extrem laut hier werden, die Fans werden frenetisch sein und die Kadetten alles versuchen, das Ergebnis zu drehen. Da müssen wir von der ersten bis zur 60. Minute voll dagegenhalten“, schwört TBV-Trainer Volker Mudrow seine Mannschaft ein.

Bis auf Svavarsson sind alle Spieler fit und werden das „Unternehmen EHF-Cup 2010“ angehen, es wäre für den TBV der dritte internationale Titel im dritten Anlauf nach 1996 und 2006. Im Falle eines Finalsieges wird es am Montag in Lemgo einen Empfang um 16.30 Uhr im Rathaus geben, ab 17 Uhr würde sich die Mannschaft dann den Fans auf dem Rathausplatz präsentieren.

Aber soweit denkt im TBV-Lager noch niemand. Auch die Mannschaft schwört sich entsprechend ein. „Wir wissen, dass noch nichts gewonnen ist und wir uns voll konzentrieren müssen“, spricht Regisseur Martin Strobel stellvertretend für den Rest des Teams. Dann, ja dann könnte es eine lange bzw. kurze Nacht in Schaffhausen werden. Aber hätte, wenn und aber zählen im Sport bekanntlich nicht. Und von daher gilt es: 60 Minuten Vollgas, nichts anderes.