Laufpläne hatte Volker Mudrow an seine Spieler verteilt vor der kurzen Sommerpause. Ob sie eingehalten wurden, zeigte sich spätestens am Dienstagmorgen.
Bei schwüler Hitze auf dem Lemgoer Walkenfeld drehten die TBV-Profis ihre Runden auf der Tartanbahn. Zunächst gemächlich, dann stetig schneller werdend, immer in kleinen Gruppen laufend. Was sich anhört wie eine recht lockere Trainingseinheit, hatte allerdings einen sehr ernsthaften Hintergrund. Denn nach bestimmten Streckenabschnitten wurden Florian Kehrmann und Co. zwar nicht zur Ader gelassen, mussten aber ein bis zwei Tropfen Blut zur Verfügung stellen - der Laktatwert wurde bestimmt.
Anhand der gemessenen Ergebnisse (die noch ausgewertet werden), erhält Volker Mudrow ein ziemlich genaues Leistungsbild seiner Akteure und kann entsprechend mit Fitness-Trainer Meinolf Krome die Schwerpunkte im Training setzen. Und sicherlich kann er zudem sehen, inwieweit sich seine Spieler wohl an die Laufpläne gehalten haben, die vor der Sommerpause verteilt wurden.
In den nächsten Tagen geht es zunächst im einheitlichen "Trott" von zwei Trainingseinheiten weiter. Morgens bittet Mudrow zu Laufeinheiten, am Nachmittag wird auch der Ball vermehrt in der Halle in die Hand genommen. Am Freitag steht dann die erste "Spaßveranstaltung" mit ernsthaftem Hintergrund an. In Göttingen trifft der TBV beim Erima-Spiel in der Godehardhalle um 19.30 Uhr auf den Oberligisten HG Rosdorf-Grone.
Auch ohne die fünf USA-Reisenden ist der TBV außer Frage Favorit, auch wenn dies in einem solchen Spiel nicht von Relevanz ist. Die sechs Neuzugänge sind so schnell wie möglich zu integrieren und werden versuchen, sich so schnell wie möglich als Alternativen aufzudrängen. Und ganz nebenbei kann die Mannschaft das machen, was ihr am meisten Spaß macht - Handball spielen. Bis Volker Mudrow dann das nächste Mal ins Walkenfeld bittet...