Die anstrengenden Vorbereitungswochen gehen nicht spurlos an den TBV-Profis vorüber. Dennoch hatte der Zweitligist von Beginn an keine Chance.
38:26 hieß es am Ende standesgemäß für den Erstligisten, wobei es in der Halbzeit beim 23:13 noch nach einer weitaus deutlicheren Angelegenheit ausgesehen hatte. Jens Bechtloff und Rolf Hermann fehlten weiterhin im Aufgebot von Trainer Volker Mudrow, zwei fehlende Wechselalternativen, die den restlichen Kader somit wiederum mehr beanspruchten. Nach den bisherigen harten Traingseinheiten kein Zuckerschlecken, doch in Emmerthal vor ausverkaufter Halle ließen sich die TBV-Profis insbesondere zu Beginn nur selten anmerken, dass die Beine schwer geworden sind.
Mudrow begann die Partie diesmal mit Carsten Lichtlein im Tor, Manuel Liniger, Sergo Datukashvili, Martin Strobel, Holger Glandorf, Florian Kehrmann und Christoph Theuerkauf. Strobel wechselte in der Abwehr mit Ferenc Ilyés, war dieser Wechsel nicht möglich, spielte der Spielmacher als vorgezogener Deckungsspieler in der 5:1-Formation, die in den vergangenen Trainingseinheiten verstärkt an Bedeutung gewonnen hatte.
In den ersten 30 Minuten hielt der TBV das Tempo wann immer es ging hoch, die Eintracht spielte durchaus munter mit, hatte aber letztlich der meist gut postierten Abwehr und dem starken Zug zum Tor wenig entgegenzusetzen. Folgerichtig ging es mit einem klaren 23:13 für den TBV in die Kabinen. Vielleicht hätte man in Form der 13 Gegentreffer noch ein paar kleinere Haare in der Suppe finden können, diese fielen jedoch angesichts des Zeitpunkts der Vorbereitung so klein aus, dass die Suppe nach wie vor hervorragend schmeckte. So zum Beispiel ein herrlicher Pass von Carsten Lichtlein auf Florian Kehrmann zum Gegenstoß, den dieser zum 19:10 verwertete.
Die zweiten 30 Minuten zeigten dann zwar immer noch einen überlegenen TBV, wobei sich Hildesheim nun wesentlich besser in Szene setzen konnte. Auch angesichts der hohen Führung versuchten die TBV-Profis auch etwas für die Galerie zu bieten, doch nicht jeder Kempa-Pass fand auch seinen Abnehmer. So spielte Hildesheim munter mit, Martin Galia zeigte in der 42. Minute bei einem gehaltenen Siebenmeter quasi im Vorübergehen seine Klasse, dennoch bat Mudrow in der 47. Minute sein Team zur Auszeit.
Florian Kehrmann bekam zuvor auch viele Anteile im rechten Rückraum, diesen Platz nahm nun wieder Holger Glandorf ein, auf Rückraum Mitte fand sich zeitweise Sergo Datukashvili wieder, mit dessen Namen der Hallensprecher liebenswert konsequent seine Probleme hatte. Die Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel und niemand konnte es dem TBV verdenken, dass die Konsequenz der ersten 30 Minuten nicht bis zum Schluss aufrecht erhalten werden konnte.
Mit Jens Bechtloff und Rolf Hermann hätte dies sicherlich wieder anders ausgesehen, doch der Eintracht kam es hingegen mit Sicherheit gelegen, konnte sie in der zweiten Halbzeit doch zumindest ein wenig mehr für das Selbstvertrauen tun. Das des TBV ist hingegen nach dem vierten Sieg im vierten Spiel und einer einmal mehr in weiten Teilen sehr guten Leistung überaus intakt.
Die TBV-Tore erzielten: Liniger 9/3, Glandorf 7, Datukashvili 5, Schneider 4, Smoler 4, Kehrmann 3, Strobel 3, Preiß 1, Theuerkauf 1, Ilyés 1