Die erste Standortbestimmung ist geglückt. Gegen die HSG Ahlen-Hamm behält der TBV von Beginn an die Oberhand. Am Ende gewinnt der TBV mit 33:27.
In den ersten 20 Minuten präsentierte sich der TBV gegen den Aufsteiger um dessen Kapitän Mark Schmetz hellwach und war klar Chef auf dem Parkett. In der 7. Minute stand bereits ein 5:1 auf der Anzeigetafel, Martin Galia bot hinter der 6:0-Deckung eine hervorragende Leistung. Der Tscheche glänzte ganz besonders in der 24. und 25. Minute, als er zunächst gegen Mark Schmetz und kurz darauf gegen Marcus Hock beim Siebenmeter die Oberhand behielt. Das 14:7 in der 26. Minute spiegelte die Kräfteverhältnisse gut wider, doch Ahlen-Hamm kämpfte sich bis zur Halbzeit noch bis auf 14:10 heran.
Der TBV, der auf Jens Bechtloff (Schienbein) und Sebastian Preiß (Knie), verzichten musste, kam nach der Pause dann jedoch nur schleppend in Gang. Ahlen-Hamm konnte sich gegen die nun praktizierte, aber nicht sattelfest wirkende 5:1-Deckung, in der Florian Kehrmann den vorgezogenen Part übernahm, besser in Szene setzen. Die Folge war ein 20:19 nach 42 Minuten, kurze Zeit später nahm Trainer Volker Mudrow bereits seine Auszeit. Holger Glandorf wechselte fortan auf die Mittelposition, auf der zuvor auch teilweise Sergo Datukashvili zum Einsatz kam, und präsentierte sich als echte Alternative. "Das hat er wirklich gut gelöst, vielleicht wird dies eine ernsthafte Alternative für die Saison", zollte TBV-Geschäftsführer der Lemgoer Nummer 11 Respekt.
Die Abwehr vor dem in der zweiten Halbzeit spielenden Carsten Lichtlein stellte nun wieder auf 6:0 um und Kehrmann und Co. bauten den Vorsprung wieder schrittchenweise bis zum 33:27 aus. "Insgesamt war dies über weite Teile eine wirklich gute Mannschaftsleistung, mit einer sehr strukturierten und konzentrierten 6:0-Abwehr. Die 5:1-Variante braucht noch Abstimmung, alles in allem können wir aber zu diesem Zeitpunkt sehr zufrieden sein", so Zerbe.
Sebastian Schneider musste an diesem Mittwochabend über 60 Minuten die Bank hüten, ebenso wie Youngster Nikolai Link, da Trainer Volker Mudrow "langsam den Einstieg in eine erste Sieben schaffen wollte". Die spielerischen Highlights setzte alles in allem der TBV: Neben den kaum zu stoppenden Glandorf und Hermann, deutete unter anderem Datukashivli sein spielerisches Potenzial an, Ilyés mit drei Toren in knapp 20 Minuten Angriffszeit und einigen schönen Anspielen auf seine Nebenleute zeigte sich ebenso als sehr spielfreudig.
Die Tore für den TBV erzielten: Glandorf 6, Hermann 6, Theuerkauf 5, Smoler 4, Ilyés 3, Liniger 3/1, Strobel 2, Kehrmann 2, Datukashvili 2