Vor dem am Samstag beginnenden Erima-Cup drücken den TBV Lemgo herbe Personalsorgen. Der Ausfall von Martin Strobel zwingt zum Improvisieren.
Im Donnerstagtraining traf es Martin Strobel: Er knickte mit dem linken Fuß um und war wenige Minuten später bereits bei Vereinsarzt Volker Broy zur Diagnose. Die Krücken, mit denen Strobel die Praxis verließ, verhießen nichts Gutes. Die genaue Diagnose folgte nach dem MRT am Freitag und sorgte zumindest für ein bisschen Erleichterung. Ein Kapseleinriss im oberen Sprunggelenk zwingt den Spielmacher zu einer mindestens 10-tägigen Pause, die Bänder wurden zum Glück jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Beim ersten Spiel in Bremen gegen die SG Flensburg-Handewitt (Samstag, 14.30 Uhr) wird Strobel nicht als einziger Akteur fehlen. Jens Bechtloff (Schie-/Wadenbein) und Sebastian Preiß (Knie) werden wohl kaum zum Einsatz kommen, dicke Fragezeichen stehen noch hinter Rolf Hermann (Schulter und Knie) und Avishay Smoler (Schienbein), die am Donnerstag ebenso nicht mittrainieren konnten. Aus der zweiten Mannschaft werden somit Rechtsaußen Nils Prüßner sowie Kreisläufer Dominik Brückl den Kader auffüllen.
"Das sind natürlich keine guten Nachrichten, wir hoffen nun zunächst einmal, dass Martin Strobel nicht zu lange ausfallen wird. Für das Zusammenspiel ist der Ausfall des Spielmachers natürlich besonders schwerwiegend, wir müssen dies nun entsprechend kompensieren", erklärt TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe.
In den bisherigen Vorbereitungsspielen kamen sowohl Sergo Datukashvili wie auch Holger Glandorf im mittleren Rückraum zum Einsatz, eine dieser Varianten wird wohl auch beim Erima-Cup die Alternative werden. Das zweite Spiel bestreitet der TBV am Sonntag, um 13 Uhr findet das Spiel um Platz 3 statt, das Finale startet um 15.15 Uhr. Neben dem TBV und Flensburg nehmen noch Frisch Auf Göppingen sowie der VfL Gummersbach an dem Turnier in der AWD-Hall teil, die am Samstag um 12.30 Uhr das erste Halbfinale bestreiten.
Angesichts der großen Personalsorgen geht der TBV kaum als Favorit in das Turnier, dies ist für Volker Zerbe jedoch zweitrangig: "Wir können die Personalsituation nicht ändern und wollen uns auf höchstem Niveau spielerisch weiterentwickeln. Das steht für uns im Vordergrund, aber wir fahren natürlich nicht nach Bremen, um die Spiele abzuschenken, egal wie prekär die Personalsituation sein mag."