Die Personalsituation war schon schwierig genug. Doch vor dem Spiel gegen den VfL Gummersbach wurde es für den TBV-Tross noch prekärer.
Nachdem gegen die SG Flensburg-Handewitt bereits Jens Bechtloff, Sebastian Preiß, Christoph Theuerkauf, Avishay Smoler, Martin Strobel und Sergo Datukashvili fehlten, musste vor dem Spiel um Platz 3 gegen den VfL Gummersbach auch noch Rolf Hermann passen. Der Linkshänder konnte aufgrund von Knieproblemen nicht spielen.
Das 33:31 (15:16) gegen den VfL war eine umso schönere Bestätigung für die gute Mannschaftsleistung. Martin Galia spielte dieses Mal 60 Minuten durch und avancierte wie Carsten Lichtlein im Halbfinale zu einem Garanten für die gute Leistung. Manuel Liniger, Sebastian Schneider, Ferenc Ilyés im mittleren Rückraum, Holger Glandorf, Nils Prüßner und Florian Kehrmann am Kreis komplettierten die erste Sieben.
In Halbzeit eins legte der VfL zunächst vor, der TBV war in der Abwehr nicht ganz so präsent wie noch gegen die SG am Tag zuvor, dennoch konnte sich Gummersbach nach einer schnellen 2:5-Führung in der Folge nicht mehr entscheidend vom TBV absetzen. In der 20. Minute lag der TBV selbst mit 13:11 in Front, ehe der VfL in einer umkämpften Begegnung wieder kontern konnte.
In Halbzeit zwei sahen die begeisterten Zuschauer in der AWD-Hall in Bremen dann einen konzentrierteren und noch engagierteren TBV, der das Blatt zum Spielende hin wenden konnte. Ilyés zeigte mit einer klugen Spielführung und insgesamt acht Toren eine glänzende Leistung, wobei "die gesamte Mannschaftsleistung allen Respekt abnötigt", wie TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe bilanzierte. Einige Unkonzentriertheiten im Spiel des TBV waren sicherlich im Kräfteverschleiß zu suchen, in der 50. Minute lag der Altmeister noch mit 24:26 in Führung. Doch der TBV wollte an diesem Tag den entscheidenden Tick mehr als der VfL und über 29:29 steuerte der TBV endgültig auf die Siegerstraße.
Der junge Dominik Brückl aus der Oberliga-Reserve entlastete Kehrmann in Halbzeit zwei für kurze Zeit am Kreis und dankte es Trainer Volker Mudrow mit zwei Toren. "Alles in allem bin ich hoch zufrieden. Ein solcher Ausfall an Spielern ist fast nicht zu kompensieren. Die Mannschaft ist zwar nachher auf dem Zahnfleisch gegangen, jeder hat sich aber bis zur letzten Minute voll reingehängt und der dritte Platz ist eine schöne Bestätigung zum Abschluss. Unser Fazit fällt dementsprechend absolut positiv aus", so Zerbe.
Die TBV-Tore erzielten: Ilyés 8, Glandorf 6, Schneider 6, Liniger 6/1, Kehrmann 5/2, Brückl 2