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TBV feiert ersten Saisonsieg

TBV hält über den Kampf Friesenheim in Schach

Der TBV Lemgo hat sich nach hartem Kampf verdient beim Aufsteiger TSG Friesenheim-Ludwigshafen durchgesetzt. Am Ende stand ein 31:27 (17:14) zu Buche.

Holger Glandorf konnte trotz seiner Handgelenksprellung auflaufen, er stand sogar in der Anfangsformation von Volker Mudrow, in der ebenso Carsten Lichtlein im Tor stand. Vor den gut 2.000 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle versuchte der Aufsteiger gegen den TBV munter mitzuspielen, allerdings war das 0:1 die einzige Führung für die Gastgeber, Liniger, Kehrmann, der kurz darauf jedoch auf der Bank behandelt werden musste, und erneut Liniger drehten das Ergebnis bis zur 6. Minute zu einem 3:1 für den TBV.

Friesenheim blieb am TBV zwar dran, allerdings bestimmten die Gäste zunächst das Geschehen, ohne dabei glänzen zu müssen. Bereits vor der Partie hatte TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe angemahnt, dass diese Begegnung nur über den Kampf zu gewinnen sei – und diesen nahm der TBV, ohne den verletzten Kapitän Sebastian Preiß, von der ersten Minute an.

Beim 7:4 (14.) durch Smoler war der TBV zum ersten Mal auf drei Tore enteilt, die TSG hielt jedoch mit viel Leidenschaft dagegen, in der 22. Minute brachte Dietrich sein Team beim 11:10 für den TBV auf ein Tor heran und ließ Hoffnung unter den Eulen-Fans aufkommen. Und als Kogut, der Neuzugang von der HSG Düsseldorf, eine Minute später den Ausgleich folgen ließ, war die Halle vollends erwacht. Der TBV hatte in dieser Phase verpasst, sich entschiedener von den Gastgebern abzusetzen und die Kraftverhältnisse frühzeitig klar zu stellen. Und nachdem Glandorf und kurze Zeit später Ilyés auf die Sünderbank mussten, nutzte der Aufsteiger den sich bietenden Platz und ging mit 11:12 in Führung.

Aber der TBV nahm den Kampf weiter an und drehte die Begegnung bis zur Pause entschlossen wieder zu einer Zwei-Tore-Führung. Hermann, der mit seinen Problemen im Schleimbeutel des Knies dennoch auf die Zähne biss, besorgte zunächst den 13:13-Ausgleich, zweimal Smoler und einmal Strobel legten bis zum 16:14 nach. Die Führung ging alles in allem voll in Ordnung, allerdings wurde klar, warum die Friesenheimer auch zum Auftakt in Kiel in der ersten Halbzeit lange Zeit sehr gut mithalten konnten. Die 16 Tore im Angriff waren vollauf akzeptabel, die 14 Gegentreffer ließen jedoch erkennen, dass in der Abwehr noch nicht die letzte Entschlossenheit und Sicherheit im TBV-Spiel vorhanden war.

Personell änderte Mudrow ein wenig, Martin Galia rückte in der zweiten Halbzeit für Lichtlein zwischen die Pfosten, Ferenc Ilyés agierte zu Beginn auf der Mitte. Die Partie blieb jedoch nach wie vor spannend, Pevnov verkürzte vom Kreis für die TSG, Smoler besorgte mit einem schönen Dreher nach einem Gegenstoß das 17:15 (34.). Glandorf musste in der gleichen Spielminute bereits seine zweite Zeitstrafe hinnehmen, die TSG blieb durch die Überzahl weiter im Spiel. Und Ilyés wurde von den Unparteiischen Immel/Klein wegen Nicht-Einhaltens des Abstandes kurz darauf ebenso zu seiner zweiten Zeitstrafe verdonnert, die TSG hatte ihrerseits bis zu diesem Zeitpunkt erst zwei gelbe Karten gesehen.

Sebastian Schneider kam in die Partie und nach mehreren guten Paraden von Galia war es der Neuzugang der Füchse Berlin, der den TBV beim 19:17 wieder mit zwei Toren in Führung brachte. Und ein Doppelschlag von Bechtloff und Strobel brachte den TBV zum ersten Mal überhaupt an diesem Abend beim 22:18 (44.) mit vier Toren in Führung.

Aber die TSG gab sich nicht auf, keine zwei Minuten später brachte ein Siebenmeter den Hausherren den 22:20-Anschluss, der TBV war mit der Pflichtaufgabe beim Aufsteiger noch nicht durch. Doch auf der anderen Seite ließ sich der TBV auch nicht mehr beirren, hielt die Führung stets in der eigenen Hand und blieb auf der Siegerstraße. Nach dem 27:22 durch Tore von Hermann und Ilyés nahm TSG-Coach Thomas König knapp zehn Minuten vor Ende der Partie seine Auszeit, doch Hermann stellte anschließend mit dem 28:22 (52.) die Weichen endgültig auf Sieg.

Kaum zu überwinden war in dieser Phase Martin Galia im TBV-Tor und einmal mehr wurde klar, dass das Gespann Galia/Lichtlein zu Recht in der Ergänzung eines der definitiv besten Duos der gesamten Liga ist. Friesenheim hielt zwar weiterhin leidenschaftlich dagegen, verkürzte auf 28:24 (55.), mit einer offensiven Abwehrvariante gegen Glandorf und Hermann versuchte die TSG noch einmal das Blatt zu wenden. Doch mit Glück und Geschick brachten die Gäste die Partie über die Zeit und nahmen die ersten beiden Punkte der Saison mit nach Hause ins Lipperland.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Aber die Mannschaft hat gut gekämpft, Glandorf und Hermann haben auf die Zähne gebissen und alle haben sich für den Erfolg reingekniet. Letztlich war der Erfolg voll verdient, auch wenn die TSG sich wirklich teuer verkauft hat und ein hart zu knackender Gegner war", analysierte TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe.