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Spielberichte

Saison/Spieltag: 07.02.2012 20:15

TBV Lemgo
31 : 29 [17 : 15]

SG Flensburg-Handewitt

Zuschauer Schiedsrichter
4.298 Fleisch, Rieber
Aufstellung  
Tor
1
Patrik Johansson
Tor
1
Christoph Theuerkauf
Tor
3
Martin Strobel
Tor
4
Sebastian Preiß
Tor
5
Mait Patrail
Finn Lemke
Tor
5/5
Manuel Liniger
Carsten Lichtlein
Tor
4
Florian Kehrmann
Tor
6
Rolf Hermann
Nils Dresrüsse
Gunnar Dietrich
Tor
2
Jens Bechtloff
Nils Prüßner
Tor
3
Petar Djordjic
Tor
2
Tobias Karlsson
Mattias Andersson
Tor
5/3
Anders Eggert
Tor
2
Thomas Mogensen
Tor
3
Lasse Svan Hansen
Tamas Mocsai
Tor
1
Jacob Heinl
Sören Rasmussen
Tor
5
Lars Kaufmann
Tor
1
Viktor Szilagyi
Lars Bastian
Tor
7
Holger Glandorf
Karten  
Gelbe Karte
1
Sebastian Preiß
Gelbe Karte
1
Christoph Theuerkauf
Gelbe Karte
1
Rolf Hermann
Gelbe Karte
1
Tobias Karlsson
Gelbe Karte
1
Holger Glandorf
Gelbe Karte
1
Jacob Heinl
2 Minuten Strafe  
2 Minuten Strafe
2
Sebastian Preiß
2 Minuten Strafe
1
Jens Bechtloff
2 Minuten Strafe
1
Florian Kehrmann
2 Minuten Strafe
1
Rolf Hermann
2 Minuten Strafe
1
Gunnar Dietrich
2 Minuten Strafe
1
Thomas Mogensen
2 Minuten Strafe
1
Lasse Svan Hansen
2 Minuten Strafe
1
Viktor Szilagyi
2 Minuten Strafe
2
Lars Kaufmann

 

TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt

Der TBV Lemgo ringt die SG Flensburg-Handewitt nieder und behält die Punkte beim 31:29 (17:15)-Sieg in der Lipperlandhalle.

Der TBV startete in das erste Spiel nach der Winterpause mit Carsten Lichtlein, Jens Bechtloff, Mait Patrail, Martin Strobel, Rolf Hermann, Florian Kehrmann und Sebastian Preiß. Verletzungsbedingt passen mussten Sebastian Schneider (Bandscheiben-OP) und Avishay Smoler (Schulter), für die beiden berief Dirk Beuchler die Youngsters Finn Lemke und Nils Prüßner in den Kader. In der Abwehr agierte von Beginn an Bechtloff vorgezogen in einer 5:1-Formation. Das schnelle 1:0 nach nicht einmal 30 Sekunden ging auf das Konto von Hermann, Kehrmann ließ per Gegenstoß das 2:0 folgen, nach der zweiten Lichtlein-Parade netzte Patrail zum 3:0 (2.) ein – der TBV begann furios.

Eggert und Glandorf hielten die Gäste jedoch im Spiel, beim 3:2 (4.) war die SG in der Partie angekommen, Glandorf glich in der 6. Minute zum 3:3 aus. Die erste Führung der Gäste durch Kaufmann glich Strobel nach schneller Mitte zum 5:5 (8.) aus, beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Beim 7:5 (10.) durch Patrail hatte der TBV wieder ein kleines Polster heraus geworfen, der Konter von Hansen folgte jedoch umgehend.

Insbesondere Patrail war in der Anfangsphase von der SG kaum in den Griff zu bekommen, das 8:6 war bereits der dritte Treffer des Esten. Der TBV hielt über 9:7 (13.) durch Linigers zweiten Siebenmetertreffer zunächst die Zwei-Tore-Führung, die SG war in ihren Aktionen nicht zwingend genug. Folgerichtig fiel mit dem 10:7 (14.) die erste deutlichere TBV-Führung, Kehrmann war von rechts außen erfolgreich. SG-Coach Ljubomir Vranjes legte seine grüne Karte, 14:16 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt.

Hermann musste in der 16. Minute beim Stand von 11:8 die erste Zeitstrafe gegen den TBV absitzen, Kaufmann nutzte die nummerische Überlegenheit prompt zum 11:9, Hansen legte per Gegenstoß zum 11:10 (17.) nach. Aber der TBV ließ nicht nach, in der 20. Minute war nach Strobels Unterarm-Kracher beim 13:10 wieder die Drei-Tore-Führung hergestellt. Patrail erhielt nun eine Pause, für ihn kam Gunnar Dietrich in die Partie, Preiß erhielt die zweite TBV-Zeitstrafe, für ihn kam im Anschluss Christoph Theuerkauf aufs Parkett. Der TBV blieb die spielbestimmende Mannschaft, Johansson traf zum 15:11 (24.), ehe Eggert einen schmeichelhaften Siebenmeter zum nächsten Gäste-Tor nutzen konnte.

25:33 Minuten waren gespielt, als Dirk Beuchler seine Auszeit im ersten Durchgang nahm, seine Mannschaft lag mit 16:13 in Führung und war nach wie vor die tonangebende Mannschaft. Trotz der dritten Zeitstrafe gegen den TBV, Kehrmann musste nun vom Feld, kam die SG nicht besser ins Spiel, stattdessen düpierte Patrail den mittlerweile im SG-Kasten stehenden Rasmussen zum 17:13 (28.). Bechtloff traf in der nächsten Szene Glandorf unglücklich im Gesicht, der TBV fand sich nun mit zwei Mann in Unterzahl wieder, Hansen nutzte seine Chance zum 17:14, Kaufmann verkürzte mit viel Glück anschließend zum 17:15. Mit dieser verdienten Zwei-Tore-Führung ging es in die Kabinen, der TBV hätte dabei durchaus noch höher in Front liegen können.

Djordjic traf zwar sofort für die SG, aber im Gegenzug erfolgte die Antwort durch Preiß zum 18:16. Nach Hermanns 19:16 folgte die nächste Zeitstrafe – erneut musste der TBV in Unterzahl agieren, Preiß wurde vom Feld geschickt. Das Spiel war jetzt hitzig, beide Mannschaften schenkten sich nichts, in der 36. Minute fand sich dann die SG in doppelter Unterzahl wieder, Kaufmann und kurze Zeit später Hansen mussten auf der Bank Platz nehmen, Bechtloff hatte zuvor zum 20:17 getroffen.

Ärgerlich für den TBV war der Treffer von Mogensen aus dem Freiwurf heraus, Bechtloff verpasste von außen gegen Rasmussen den nächsten Treffer, so dass nach Djordjics 20:19 (38.) die SG wieder in direkter Reichweite war. Es ging hin und her in dieser Phase, der TBV legte weiter vor, die SG blieb dran. Beim 23:20 (44.) durch Hermann konnte sich der TBV erstmals wieder ein wenig lösen, für Hermann war es bereits sein fünfter Treffer. Beide Teams taten sich nun im Angriff schwer, Dietrich kam in der 47. Minute für Patrail in die Partie, der TBV führte zu diesem Zeitpunkt mit 23:21 – bis Liniger ganz cool vom Siebenmeterpunkt gegen Rasmussen vollstreckte. Ljubomir Vranjes reagierte und nahm seine Auszeit nach 47:47 Minuten.

Völlig abgezockt drehte Liniger seinen vierten Siebenmeter um Rasmussen herum, der TBV war in der 50. Minute mit dem 25:22 vermeintlich schon auf die Siegerstraße eingebogen, erst recht nachdem Strobel bei angezeigtem Passivwarnzeichen zum 26:22 (51.) nachlegte. Eggert legte für die SG nach, Preiß scheiterte an Andersson, der zurück zwischen die Pfosten gekommen war und dann mit Glandorfs 26:24 erschien das Spiel schon wieder offen. Dachten die über 4.200 Zuschauer in der Lipperlandhalle, ehe Bechtloff in der 53. Minute beim 28:24 wieder eine komfortable Führung herauswarf.

Flensburg kämpfte zwar verbissen, aber der weiter eiskalte Liniger vom Siebenmeterpunkt stellte mit dem 29:25 wieder die Vier-Tore-Führung her. Dietrich musste in der folgenden Szene für zwei Minuten vom Feld, Eggert ließ Lichtlein beim Strafwurf ebenfalls keine Chance und über 29:26 ging es in die letzten 5 Minuten der Begegnung. Die SG schwächte sich selber, Kaufmann wurde wegen Reklamierens für zwei Minuten vom Feld geschickt, der Vorteil durch die Überzahl war für die Gäste dahin. Nach 55:56 Minuten nahm Dirk Beuchler seine Auszeit, stellte sein Team noch einmal ein, der TBV stand dicht vor der Vorentscheidung.

Zunächst verkürzte jedoch Flensburg in Person von Eggert zum 29:27, auch der Däne zeigte vom Siebenmeterpunkt keine Schwäche. Dafür aber wenige Sekunden später von außen, sein Heber ging am Tor vorbei, nachdem Andersson zuvor stark gegen Kehrmann pariert hatte. Hermann scheiterte mit viel Pech am Pfosten und dann war die SG tatsächlich noch einmal dran, Szilagyi war zum 29:28 erfolgreich. Unglaublich allerdings dann die Aktion von Patrail, der hinter dem Rücken Prieß bediente, der Andersson zum 30:28 überwinden konnte. Zu spielen war nun noch knapp über eine Minute. Der TBV kämpfte aufopferungsvoll, hielt die SG im Schach, Szilagyi holte sich die nächste Zeitstrafe wegen Meckerns ab und Kaufmanns 30:29 war zu wenig. Kehrmann setzte den umjubelten Schlusspunkt, der TBV hatte einen hoch verdienten Sieg eingefahren und ein Ausrufezeichen für die Rückrunde gesetzt.

Die Stimmen zum Spiel:

Ljubomir Vranjes: Glückwunsch an den TBV Lemgo zu den zwei Punkten. Uns hat der Ausfall von Jacob Heinl schwer getroffen, er hat sich gleich zu Anfang der Partie die Mittelhand gebrochen und muss operiert werden. Dadurch dass auch Michael Knudsen noch nicht wieder spielen kann, hatten wir nur noch Tobias Karlsson auf dieser Position. Unsere Abwehr hat heute insbesondere in der ersten Halbzeit überhaupt nicht funktioniert, in der Regel kassieren wir 25 Tore im Schnitt, heute sind 31 Gegentore natürlich nicht zu akzeptieren. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wir haben 60 Minuten leidenschaftlich gekämpft.

Dirk Beuchler: Ich muss meiner Mannschaft natürlich auch ein Kompliment machen. Wir haben praktisch die gesamte Zeit über geführt und am Ende sicherlich auch verdient gewonnen. Die Verletzung von Jacob Heinl war für Flensburg schwer zu kompensieren, das war uns auch klar. Wir haben es versäumt, uns in der zweiten Halbzeit wirklich entscheidend abzusetzen, die SG ist immer wieder rangekommen, allerdings hat meine Mannschaft in allen engen Situationen kühlen Kopf bewahrt. Die Stimmung war einmal mehr sehr gut und letztlich haben wir auch die zwei Punkte verdient gehabt.