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Jugendzertifikat 2010

Spielberichte

Saison/Spieltag: 09.03.2010 20:15

TuS N-Lübbecke
29 : 24 [13 : 12]

TBV Lemgo

Zuschauer Schiedsrichter
2.300 Methe/Methe
Aufstellung  
Nikola Blazicko
Tor
1
Heidmar Felixsson
Artur Siodmiak
Tor
3
Henrik Hansen
Tor
4/4
Tomasz Tluczynski
Oliver Tesch
Jens Wiese
Tor
1
Renato Rui
Tor
7
Thorir Olafsson
Milos Putera
Tor
1
Tim Remer
Alexander Tesch
Tor
3
Frank Löke
Tor
3
Alexis Alvanos
Tor
6
Michal Jurecki
Carsten Lichtlein
Martin Galia
Tor
2
Holger Glandorf
Tor
2
Tamas Mocsai
Rolf Hermann
Tor
2/2
Martin Strobel
Tor
1
Ferenc Ilyés
Daniel Kubes
Logi Geirsson
Tor
7
Jens Bechtloff
Tor
4/2
Mark Schmetz
Tor
3
Vignir Svavarsson
Tor
1
Sebastian Preiß
Tor
2
Florian Kehrmann
Karten  
Gelbe Karte
1
Heidmar Felixsson
Gelbe Karte
1
Henrik Hansen
Gelbe Karte
1
Ferenc Ilyés
Gelbe Karte
1
Tamas Mocsai
Gelbe Karte
1
Daniel Kubes
2 Minuten Strafe  
2 Minuten Strafe
1
Henrik Hansen
2 Minuten Strafe
1
Renato Rui
2 Minuten Strafe
2
Thorir Olafsson
2 Minuten Strafe
1
Alexis Alvanos
2 Minuten Strafe
2
Sebastian Preiß
2 Minuten Strafe
1
Holger Glandorf
2 Minuten Strafe
1
Vignir Svavarsson
2 Minuten Strafe
1
Daniel Kubes

 

TuS N-Lübbecke - TBV Lemgo

Der TBV unterliegt nach einer schwachen zweiten Halbzeit beim Aufsteiger letztlich verdient mit 24:29 (12:13).

Der TBV begann das Derby in der Merkur-Arena in der Abwehr mit Galia im Tor, Bechtloff und Kehrmann auf Außen, Ilyés und Mocsai auf den Halbpositionen, Strobel auf der Mittelposition und Preiß am Kreis. In der Abwehr wechselten Mocsai und Kubes mit Strobel und Glandorf. Das erste Tor der Partie ging auf das Konto von Holger Glandorf, der in der 2. Minute das 1:0 erzielte. Humorlos erhöhte Martin Strobel vom Siebenmeterpunkt, der den Ball gegen Blazicko in den rechten oberen Winkel jagte, zum 2:0. Jurecki gelang zunächst der Anschlusstreffer für die Hausherren, doch Strobel war nach Foul an Preiß einmal mehr per Strafwurf zum 3:1 (6.) erfolgreich. In der 8. Minute traf Felixsson zum 3:3, der TuS ließ sich nicht abschütteln.

In der 10. Minute folgte dann eine Schrecksekunde für Lübbecke, Heidmar Felixsson ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden, der Isländer hielt sich die Wade, für ihn kam Alexis Alvanos in die Partie. Der TBV stand in der Deckung in der Anfangsphase gut, ließ Lübbecke kaum zur Entfaltugn konne, allerdings war im Angriff urplötzlich Sand im Getriebe, die Würfe wurden immer wieder eine leichte Beute von Blazicko. Und die fast logische Folge war das 3:4 (12.) durch Alvanos, Olafsson ließ sogar unmittelbar darauf das 3:5 per Gegenstoß folgen. Martin Strobel musste im Vorfeld dieser Szene einen (unbeabsichtigten) Treffer gegen den Kopf hinnehmen und sich behandeln lassen. Für Strobel zog Mocsai die Fäden auf der Mitte, ein schönes Anspiel von ihm auf Preiß bescherte dem TBV das 4:5 (14.). Der TBV suchte im Angriff viel zu häufig den Weg an den Kreis, strahlte aus dem Rückraum viel zu wenig Gefahr aus und fand sich in der 16. Minute beim 4:6 wieder mit zwei Toren im Rückstand.

Die erste Zeitstrafe der Partie kassierte Daniel Kubes in der 17. Minute, doch der TBV zeigte sich in der Abwehr zumindest weiterhin hellwach, Frank Löke am Lübbecker Kreis hatte bis dahin noch nicht ein einziges Anspiel zu fassen bekommen. Beim Stand von 5:6 nahm Patrik Liljestrand nach 18:03 gespielten Minuten seine Auszeit in der ersten Hälfte, kurz zuvor war Strobel, der wieder einsatzfähig war, bei seinem dritten Siebenmeter an Blazicko gescheitert. In Überzahl verpasste Kehrmann dann beim Stand vom 6:7 beim Gegenstoß den Ausgleich, Hansen erhöhte trotz Unterzahl im Gegenzug auf 6:8 (22.). Jurecki mit einem trockenen Wurf in den linken Winkel legte für den TuS nach, Volker Mudrow nahm nun seinerseits die Auszeit, 21:36 Minuten waren gespielt.

Aber es blieb dabei, die Abwehr nahm zwar Löke komplett aus der Partie, agierte aber nicht mit der letzten Konsequenz gegen den Lübbecker Rückraum, so dass der TuS weiterhin seine Führung behaupten konnte. Kehrmann war in der 25. Minute dann aber nach einer schnellen Mitte zuvor per Gegenstoß erfolgreich, der TBV war beim 9:10 wieder dran. Mudrow brachte nach dem nächsten Treffer von Olafsson Carsten Lichtlein für Martin Galia ins Tor, doch in der 27. Minute traf der TuS beim 10:12 erneut zur Zwei-Tore-Führung, Olafsson legte zum 10:13 nach. Das Problem blieb: IM Angriff blieb der TBV fiel zu ungefährlich aus dem Rückraum, konzentrierte sich viel zu sehr auf die Anspiele an den Kreis.

Immerhin fighteten Strobel und Co. um ihre Chance und so stand zur Halbzeit zumindest ein nur knapper, aber durchaus verdienter Rückstand zu Buche.

In der zweiten Halbzeit begann der TBV so, wie er in der ersten aufgehört hatte, der erste Wurf wurde jedoch gleich wieder Beute für Blazicko im TuS-Gehäuse. Und auch die nächste klare Chance wurde vergeben, der schöne Gegenstoß über Mocsai endete an der Querlatte des Lübbecker Gehäuses. In der 33. Minute folgte dann von Olafsson das 12:15, der TBV hatte die große Chance vertan, den TuS mit dem Ausgleich unter Druck zu setzen. Das 12:16 durch Tluczinsky war schon eine schwere Hypothek für den TBV, bei dem Holger Glandorf weiter auf der Bank blieb nach seinen wenigen Minuten Einsatzzeit zu Beginn der ersten Halbzeit.

Jurecki legte auf 12:17 (36.) nach, dem TBV drohten frühzeitig die Felle davon zu schwimmen, das 12:18 in Unterzahl durch Jurecki bestätigte diesen Eindruck. Der erste TBV-Treffer nach der Pause folgte in der 38. Minute durch Bechtloff, der durch den nun im Angriff zurück gekehrten Glandorf schön angespielt wurde. An der Dominanz der Hausherren änderte sich jedoch zunächst nichts, kam der TBV zu klaren Chancen, stand immer noch Blazicko im TuS-Gehäuse im Weg.

In der 42. Minute war Bechtloff per Gegenstoß zum 15:20 erfolgreich, allerdings hatte niemand zu diesem Zeitpunkt wohl das Gefühl, dass die Partie noch einmal kippen könnte. Zudem fanden sich die Gäste Mitte der zweiten Hälfte beim 15:21 in doppelter Unterzahl wieder. Strobel spielte nun im linken Rückraum, Mocsai agierte auf der Mitte, Glandorf im rechten Rückraum. Savarsson verschaffte Preiß eine Pause am Kreis und war in der 47. Minute auch zum 16:21 erfolgreich. Schmetz traf kurz darauf nach einer schönen Parade von Lichtlein und dem schnellen Gegenstoß zum 17:21, und Glandorf traf in der 49. Minute sogar zum 18:21. Die Hoffnung schien wieder lebendig, TuS-Trainer Liljestrand nahm umgehend seine Auszeit im zweiten Durchgang, 48:35 Minuten waren gespielt.

Nach dem 19:22 durch Bechtloff hatte das Gespann Methe/Methe seinen Auftritt, das dem TuS nicht nur einen Siebenmeter zusprach, sondern Svavarsson auch zur Verwunderung der TBV-Bank für zwei Minuten vom Feld schickte. Allerdings pfiffen die beiden Unparteiischen die Partie ansonsten in aller Regel souverän und mit gleichem Maß. Schmetz mit einem frechen Wurf sorgte dennoch im Anschluss für das 20:23 (52.). Dass es geht, bewiesen Strobel und Bechtloff dann in der 54. Minute, bei passivem Vorwarnzeichen spielten beide einen wunderschönen Kempa-Trick zum 21:24, aber der TBV war einfach nicht souverän genug an diesem Abend, um den kämpferisch überzeugenden Hausherren entsprechend Paroli zu bieten.

Aber wie aus dem Nichts stand es nach einem tollen Mocsai-Anspiel an Svavarsson 22:24 (55.), das Spiel stand auf der Kippe. Schmetz deckte vorgezogen, Rui traf, Mocsai scheiterte – der TuS war wieder auf der Siegerstraße. Das 22:26 (56.) durch Hansen war die endgültige Entscheidung, ein biederer, aber solider und aufopferungsvoller TuS war an diesem Abend zu stark für den TBV. Die Hausherren spielten ihre Angriffe gelassen herunter, der TBV blieb im Angriff den Nachweis gehobener Klasse schuldig. Trotz des Pechs bei einigen Pfostentreffern – 24 erzielte Treffer reichen auswärts in der Bundesliga in keiner Halle zu einem Erfolg.