| Zuschauer | Schiedsrichter | ||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.550 | Fleisch, Rieber | ||||||||||||||||||||||||||||
| Aufstellung | |||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||
| Karten | |||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||
| 2 Minuten Strafe | |||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Der TBV liefert beim 33:32 (13:18)-Sieg gegen den BHC 45 Minuten eine enttäuschende Leistung ab, nimmt die Punkte am Ende aber mit nach Hause.
"Ein Spiel dauert 60 Minuten" und "der Sport schreibt die verrrücktesten Geschichten" - dem Phrasenschwein sei mit dieser Floskel seine Daseinsberechtigung gegeben und zum Glück für den TBV Lemgo trifft eben jene Floskel zu. 46 Minuten lang deutete in der Klingenhalle zu Solingen nichts, aber auch wirklich nichts auf einen Sieg des TBV gegen den Bergischen HC hin. Das 1:0 durch Rolf Hermann, der neben Carsten Lichtlein, Arjan Haenen, Martin Strobel, Gunnar Dietrich, Jens Bechtloff und Christoph Theuerkauf anfing, war die erste und in der Folge einzige Führung für die Gäste. Danach bestimmte der aufopferungsvoll kämpfende BHC das Geschehen. Über 3:7 (9.) und 6:12 (18.) nahm das Unheil für den TBV seinen Lauf.
Lediglich über Einzelaktionen blieb die Mannschaft von Trainer Dirk Beuchler im Spiel, ansonsten war der BHC die dominierende Mannschaft. Beim 13:18 zur Halbzeit war zwar theoretisch noch alles möglich, doch es wirkte nach den ersten 30 Minuten nicht so, als würde der TBV noch einmal zurück kommen. Zu behäbig, zu emotionslos, zu unbeteiligt ließ man die Bergischen agieren.
Beim 15:19 (35.) durch Arjan Haenen, der für den verletzten Florian Kehrmann eine insgesamt abgezockte Leistung bot, keimte beim TBV Hoffnung auf. Doch bereits in der 42. Minute, exakt nach 41:42 Minuten, musste Dirk Beuchler sein Team für 60 Sekunden zu sich bitten. Auf der Anzeigetafel stand ein 18:25 aus TBV-Sicht, die Körpersprache der Hausherren stand eindeutig auf Sieg. Und es sollte zunächst so weitergehen, es war keine Besserung in Sicht. Hendrik Pekeler traf in der 46. Minute zum 20:28.
Und das schien - aus welchem Grund auch immer - der Weckruf für Martin Strobel, Christoph Theuerkauf und Co. gewesen zu sein. Die Abwehr stand nun wesentlich besser, im Angriff lief der Ball besser und Strobel war es vorbehalten, in der 51. Minute mit dem 25:29 wieder eine zarte Hoffnung aufkeimen zu lassen. Und dann ging es Schlag auf Schlag, die Nerven von beiden Fanlagern wurde aufs Äußerste gespannt. Über 28:30 (54.), erneut durch den jungen Niederländer Haenen, war der TBV auf Augenhöhe rangekommen und spielte sich in einen wahren Rausch, während der BHC von Minute zu Minute sichtlich erlahmte.
Jens Bechtloff stellte beim 30:30 (56.) erstmals wieder den Ausgleich her und wenn man dem TBV in dieser Saison ein Kompliment aussprechen kann, dann das, in hektischen Phasen die Ruhe bewahren zu können. So war es erneut Haenen, der wenige Minuten nach dem ersten Ausgleich die erst zweite Führung in der gesamten Partie erzielte, er war zum 32:31 (59.) zur Stelle. Und danach entschieden in der Tat nur noch die Nerven. Die TBV-Abwehr war vor dem 32:32 (59.) durch Oelze vom Siebenmeterpunkt nicht wach genug gewesen.
Doch dann spielten Strobel und Co. den letzten Angriff sicher herunter, bei angezeigtem Passiv-Warnzeichen fand der Ball den Weg zum starken Christoph Theuerkauf. Der holte den vermeintlich entscheidenden Siebenmeter heraus und traf sieben Sekunden vor dem Ende sicher zum 32:33. Der letzte Angriff der Hausherren versandete hektisch und der Rest war kollektiver TBV-Jubel.