Derbysieger! TBV gewinnt 25:22 in Lübbecke

Im zweiten Derby der Saison konnte der TBV den ersten Sieg feiern. Nach dem Unentschieden zu Hause gegen GWD Minden, konnten sich die Mannen von Florian Kehrmann am 17. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga in der Merkur Arena am Ende verdient mit 25:22 (13:10) durchsetzen. Beste Torschützen für die Blau-Weißen waren an diesem Abend Tim Hornke und Tim Suton mit je sieben Treffern.

Die erste Sieben im Derby beim TuS N-Lübbecke bestand im Angriff zunächst aus van Olphen, Kogut und Guardiola im Rückraum, Hornke und Zieker auf den Außen sowie Theuerkauf am Kreis. Im Tor schenkte Kehrmann zunächst wie zuletzt auch Peter Johannesson das Vertrauen. In der Abwehr gab es natürlich auch diesmal wieder den Spezialisten-Wechsel von Theuerkauf zu Christian Klimek, der wie gewohnt mit van Olphen den Innenblock des TBV bildete. Der erste Angriff des Abends gehörte dem TBV, der in Person von Andrej Kogut aber am Keeper der Gastgeber scheiterte. Der TuS N-Lübbecke machte es besser und traf nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Tim Hornke per Siebenmeter zum 1:0 und wenig später ins leere Tor zum 2:0. Zu allem Überfluss verletzte sich Hornke bei dieser Aktion und musste kurzzeitig durch Dominik Ebner ersetzt werden. Mit Sieben gegen Sieben erspielte sich der TBV dann den ersten eigenen Siebenmeter und traf durch Theuerkauf zum 1:2. Beide Abwehrreihen packten in der Anfangsphase beherzt zu und Lemgo konnte nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand nach 10 Minuten zum 3:3 durch zwei weitere Siebenmetertore durch Tim Hornke ausgleichen. Wenig später konnte Patrick Zieker nach einer Parade von Johannesson und dem darauffolgenden Gegenstoß erstmals die Führung für den TBV erzielen, 4:3. Trotz einer weiteren Zeitstrafe, diesmal gegen van Olphen, konnten sich die Mannen von Florian Kehrmann durch Treffer von Guardiola und Zieker nach 15 Minuten auf 6:4 absetzen und ihrerseits eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lübbecke herausholen. In der Folge brachte Kehrmann dann Tim Suton im Angriff für van Olphen und der TBV erarbeitete sich eine Drei-Tore-Führung nach 20 Minuten, 8:5. Mit einer 10:8-Führung im Rücken nahm Florian Kehrmann dann nach 23 Minuten seine erste Auszeit in diesem Spiel und brachte Ebner für Guardiola im rechten Rückraum. Tim Suton schloss den folgenden Angriff erfolgreich zum 11:8 ab. Nach dem zwischenzeitlichen 11:9 konnte Lemgo eine Überzahl ausnutzen und traf durch Tim Hornke von Rechtsaußen zum 12:9. Auch Peter Johannesson bekam jetzt mehr und mehr die Hand an den Ball, sodass der TBV durch Suton eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit erstmals auf vier Tore davonziehen konnte, 13:9. In der Folge nahm TuS-Trainer Aaron Ziercke seine erste Auszeit und die Gastgeber verkürzten noch einmal, sodass es mit einer 13:10-Führung in die Kabine ging.

Zu Beginn der zweiten Hälfte begann Lemgo dann zunächst in der Abwehr und Kehrmann brachte seine erste Sieben aus Halbzeit eins wieder auf die Platte. Auch Johannesson stand wieder zwischen den Pfosten, konnte das 11:13 aber auch nicht verhindern. Im Angriff begann zunächst Tim Suton für Fabian van Olphen und traf auch gleich wieder zum 14:11. Nach weiteren Treffern von Guardiola und Suton stand es in der Folge 16:13 nach 37 Minuten. Eine weitere Parade von Johannesson und ein Tempogegenstoß-Tor durch Hornke zwang Lübbecke dann zur zweiten Auszeit beim Stand von 17:13 für den TBV. Nach zwei Fehlwürfen im Angriff kam der Gastgeber dann auf 17:15 heran und Kehrmann reagierte mit dem Wechsel van Olphen für Kogut im Rückraum. Theuerkauf erkämpfte sich im folgenden Angriff einen Siebenmeter, den Tim Hornke jedoch nicht nutzen konnte. Nach dem Ausgleich durch den TuS N-Lübbecke nahm TBV-Trainer Kehrmann dann seinerseits seine zweite Auszeit, doch auch Theuerkauf scheiterte im Anschluss per Siebenmeter. Die kurze Führung für Lübbecke konnte der starke Tim Suton postwendend zum 18:18 ausgleichen, ehe Theuerkauf die erneute Führung erzielte, 19:18. Beim Stand von 20:20 nach 50 gespielten Minuten gab es dann Siebenmeter für Lemgo plus Zeitstrafe für Lübbecke, Zieker verwandelte cool per Heber zur erneuten Führung für den TBV. Nach einer Parade von Johannesson in der Abwehr konnte Tim Hornke den TBV wieder mit zwei Toren in Führung bringen, 22:20. Die Lipper blieben auch in der Schlussphase defensiv konzentriert, spielten vorne in abermaliger Überzahl geduldig und trafen durch Zieker per Siebenmeter zum 24:20 fünf Minuten vor Schluss. Doch Lübbecke kam nochmal auf 24:21 heran und holte zudem eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Tim Hornke raus. In der 59. Spielminute nahm Ziercke dann sein letztes Team-Timeout, doch Johannesson parierte den folgenden Angriff. Doch nachdem Zieker die Chance zur Entscheidung vergab, wurde es nochmal spannend, 24:22. Aber die in blau spielenden Mannen von Florian Kehrmann behielten in der jetzt hitzigen Schlussphase, erneute Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen Lübbecke, die Nerven. Nach der letzten Auszeit des TBV machte Youngster Lukas Zerbe mit dem 25:22 den Deckel drauf.

Florian Kehrmann:  Ich habe mich gefreut, dass wir ein tolles Derby gesehen haben, mit Leidenschaft auf beiden Seiten. Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass wir einen kühlen Kopf behalten müssen und uns auf einige Dinge vorbereiten müssen. Das haben sie super umgesetzt. In der ersten Halbzeit haben wir Lübbeckes Abwehr gut auseinander gespielt. In einer kleinen Schwächephase, konnten wir mit Tim Suton den Spieler bringen, der dann die entscheidenden Lücken reißt. Wir wussten vorher, dass Lübbecke eine sehr gute Abwehr spielt, aber wir sind konsequent in die schnelle Mitte gegangen und konnten das Spiel wieder zu unseren Gunsten drehen. Es waren dann auch die letzten Entscheidungen, die wir gut getroffen haben. Ich glaube, wir haben verdient die Punkte gewonnen, trotzdem hat uns Lübbecke alles abverlangt hat. Riesig gefreut habe ich mich über die Atmosphäre des Spiels. Was die Lemgoer Fans hier wieder abgefackelt haben, Wahnsinn, vielen Dank dafür!

TBV Lemgo: Wyszomirski, Johannesson, Kogut (1), Guardiola (2), Ebner, van Olphen, Theuerkauf (2), Hornke (7), Hübscher, Suton (7), Zerbe (1), Lemke, Bartók, Valiullin, Klimek, Zieker (5)

 

 

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