Lemgo teilt sich die Punkte nach spannender Schlussphase

Am 21. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga traf der TBV Lemgo im ersten Heimspiel des Jahres auf die Gäste vom HC Erlangen. Für den TBV standen mit den drei Nachwuchsspielern Engelhardt, Hangstein und Rose einer der jüngsten Kader der Vereinsgeschichte auf dem Papier. Vor 3.459 Zuschauern musste sich der TBV in einer spannenden Schlussphase die Punkte mit den Gästen aus Franken beim Endstand von 24:24 teilen.

Der TBV Lemgo ging am Donnerstagabend mit einem Wechsel in der Startaufstellung in die Partie. Im Tor begann Wyszomirski, Zieker und Hornke auf den Außen, im Rückraum kamen Suton, Kogut und Guardiola und Theuerkauf am Kreis. In der Abwehr kam der Wechsel mit den Spezialisten Klimek und van Olphen. Der TBV erwischte einen guten Start ins Spiel und konnte den ersten Ballbesitz direkt im gegnerischen Tor verwandeln. Auch die Abwehr stand von Anfang an aggressiv, konnte ein Anspiel zum Kreis jedoch nicht verhindern. Allerdings war Wyszomirski zur Stelle und parierte die ersten Angriffe der Gäste. Dank einfacher Tore durch Guardiola, Zieker und Kogut wurde die Führung nach zehn gespielten Minuten auf 6:2 erhöht. Auch Wyszomirski kam unteranderem mit zwei gehaltenen Siebenmetern gut ins Spiel. Nachdem die Gäste in der Lemgoer Abwehr immer wieder eine Lücke fanden und zum 8:5 verkürzen konnten, sah sich Trainer Florian Kehrmann in der 20. Minute gezwungen die Mannschaft zur Auszeit zu sich zu holen. Die Mannschaft setzte Besprochenes um und erzielte im Anschluss das 9:5. Nach einem Foul an Suton, war Siebenmeterschütze Hornke vom Siebenmeterpunkt erneut erfolgreich und brachte den TBV mit 10:6 in Führung. Eine halbe Minute vor Schluss hatte der TBV noch einmal die Chance die Führung zur Halbzeit weiter auszubauen. Jedoch gab es nach einem Foul an Kogut kurz vor der Sirene nur noch einen direkten Freiwurf. Theuerkauf tritt an, konnte den Wurf aber nicht verwandeln. So ging das Team mit einer 12:8 Führung in die Kabine.

Der TBV kam auch in der zweiten Halbzeit gut in die Partie. Zuerst konnte sich Theuerkauf am Kreis zum 13:9 durchsetzen, anschließend parierte Wyszomirski einen Ball aus dem Erlangener Rückraum. Jedoch konnten die Franken durch einen Steal auf der Mitte, ihren Außen Johannes Sellin zum Tempogegenstoß schicken, der auf 15:12 verkürzte. Zwar konterte der TBV über Hornke, aber ließ den HC durch zwei schnelle Tore auf 16:14 rankommen. In der 44. Minute durfte der 17-Jährige Fynn Hangstein sein Bundesligadebüt feiern. Nachdem Suton zunächst das 19:16 erzielen konnte, folgte ein schneller Konter der Franken. Guardiola versuchte seinen Gegenspieler aufzuhalten, kassierte dafür jedoch eine Zweiminuten-Zeitstrafe. Der HCE nutzte die Überzahl um in der 46. Minute zum ersten Mal in der Partie auf ein Tor ranzukommen. In der 50. Minute konnte Erlangen durch Christoph Steinert per Siebenmeter zum 20:20 ausgleichen. In Unterzahl verpasste es der TBV wieder die Führung zu übernehmen und kassierte nur wenig später das 20:21. In doppelter Überzahl gelang es dem TBV mit dem 22:22 durch Guardiola auszugleichen. Nachdem Johannesson den nächsten Wurf der Franken parieren konnte, ging Lemgo in der 55. Minute mit 23:22 erneut in Führung. 70 Sekunden vor Schluss gab es die nächste Parade durch Johannesson. Es standen noch 26 zu spielende Sekunden auf der Anzeigentafel, als die Schiedsrichter nach einem Foulspiel an Theuerkauf auf Siebenmeter entschieden. Jedoch vergibt Hornke die Chance mit zwei Toren in Führung zu gehen. Nach der schnellen Mitte der Franken, landete der Ball fünf Sekunden vor Schluss im Lemgoer Tor. Klimek bekommt den Ball an der Mittellinie, jedoch geht der direkte Wurf knapp am Tor vorbei. Somit trennen sich die beiden Mannschaften nach einer spannenden zweiten Halbzeit 24:24.

Adalsteinn Eyjolfsson: Wir können mit dem Ergebnis heute zufrieden sein. Nachdem wir in der ersten Halbzeit noch nicht so sehr auf Betriebstemperatur waren und die Sachen nicht konsequent auf den Punkt gespielt haben, hat Lemgo die Chancen sehr gut genutzt und hat uns in der ersten und zweiten Welle bestraft. Wir haben uns das Unentschieden vor allem in der zweiten Halbzeit erkämpft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass sie besonders das Tempospiel umgesetzt hat und wir die schnelle Mitte gut ausgespielt haben. Am Ende hätte das Spiel in beide Richtungen gehen können, aber am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden.

Florian Kehrmann: Wenn man als Mannschaft die Möglichkeit hat, das Spiel in den letzten zwei Minuten noch zu gewinnen ist man als Sportler immer unzufrieden, wenn man am Ende nicht beide Punkte mitnimmt. Trotzdem bin ich mit der kompletten Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben zurzeit mit einigen verletzten und angeschlagenen Spielern eine schwere Phase, sodass wir im Training viel variieren müssen. Trotzdem haben wir in der ersten Viertelstunde nur zwei Gegentore reinbekommen und haben mit Piotr Wyszomirski im Tor und einer sehr gut Deckungsleistung fast nichts zugelassen und konzentriert im Angriff gespielt. So führten wir zu Halbzeit verdient mit vier Toren. In der zweiten Halbzeit hat es sich dann bemerkbar gemacht, dass wir nicht so viel wechseln konnten. Trotzdem durfte ich dann den 17-Jährigen Fynn Hangstein bringen, der die Angriffe auch ordentlich gemacht hat. Trotzdem konnten wir nicht so wechseln wie noch in der Hinrunde, was eventuell in einem Spiel wie heute auch den Unterschied zur Hinrunde macht und wir das Spiel nicht so drehen können, wie im Vergleich in der Hinrunde gegen Wetzlar oder Leipzig. Jedoch zeichnet uns diese Saison aus, dass wir uns in Drucksituationen nicht aufgeben und immer weiterkämpfen.

Wyzsomirski, Johannesson; Hornke (7/3), Guardiola (5), Kogut (4), Zieker (2), Theuerkauf (2), Suton (2), Ebner, van Olphen, Hangstein, Hübscher, Engelhardt, Bartók (2), Klimek, Rose

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