Projekt „Jugend forscht“ schlägt sich sehr gut

Am 28. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga war die SG Flensburg-Handewitt in der Lipperlandhalle zu Gast. Der TBV Lemgo, der das Spiel ohne gelernte Innenblockspieler antrat, musste sich am Ende vor 3.595 Zuschauern mit 23:32 geschlagen geben. Bester Torschütze der Partie war der Lemgoer Tim Suton mit insgesamt sieben Treffern.

Der TBV Lemgo erwischte in der Länderspielpause keine gute Woche. Erst verletzte sich Abwehrchef Fabian van Olphen, der sich einen Bänderanriss im Fuß zuzog und dann musste auch noch Christoph Theuerkauf mit einer Oberschenkelverletzung unter der Woche passen.
So begannen im Lemgoer Angriff zunächst Zieker und Kogut auf der linken Seite, Suton auf der Mitte, Bartók und Hornke auf rechts und Engelhardt am Kreis, im Tor startete Johannesson. In der Abwehr kam der Wechsel von Engelhardt mit Guardiola. Somit bildeten Suton und Guardiola den neuen Innenblock für das Spiel gegen die Mannschaft aus dem hohen Norden. Lemgos Abwehr setzte die Gäste aus Flensburg direkt unter Druck und Guardiola gelang ein Steal auf der Mitte und die Hausherren konnten durch Zieker mit 1:0 in Führung gehen. Kurz darauf gelang der SG der 1:1 Ausgleich durch den ehemaligen Lemgoer Holger Glandorf. Trotz des ersten Treffers kam der TBV nur schwer ins Spiel und die Mannschaft leistete sich einige technische Fehler zu viel, die die Flensburger ausnutzten und nach zehn Minuten mit 3:6 in Führung gingen. Insbesondere Torhüter Peter Johannesson sorgte aber in den ersten 30 Minuten dafür, dass die Gäste nicht höher in Führung gingen, und entschärfte mehrere freie Würfe auf's Tor und einen Siebenmeter inklusive Nachwurf gegen Mahé. In der 16. Minute konnte der TBV durch Engelhardt zum 5:8 verkürzen. Beim 7:10 stellte Kehrmann um und brachte den siebten Feldspieler. Jedoch nutzte die SG die Fehler der Lemgoer und konnte sich mit Würfen auf das leere Tor auf 7:12 absetzen. Kehrmann stellte wieder um und brachte Ebner, der seinen ersten Angriff nutzte und fünf Minuten vor der Halbzeit auf 9:13 verkürzte. Jedoch zog auch der Flensburger Angriff noch einmal an und traf 30 Sekunden vor der Sirene zum 9:16. Die Gastgeber hatten zwar noch einmal die Chance zu verkürzen, aber schafften es nicht mehr, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Somit blieb es beim Halbzeitstand von 9:16 für die Gäste.

Auch in Durchgang zwei kamen beide Mannschaften nur langsam ins Spiel. Jedoch konnte Lemgo in der 33. Minute die erste Zeitstrafe in der Partie gegen Zachariassen holen. In Überzahl gelang es Suton die Flensburger Abwehr zu überwinden und netzte zum 10:18 ein. Schon einen Angriff später folgte die zweite Zweiminutenstrafe für die Flensburger, dieses Mal traf es Hampus Wanne der nach einem Foul an Hornke zwei Minuten vom Spielfeld musste. Hornke trat selbst zum Siebenmeter an und verwandelte auch diesen gegen Flensburgs Nummer Eins Mattias Andersson. In der 41. Minute tritt Tim Hornke erneut zum Siebenmeterduell an, dieses Mal gegen Kevin Möller und verkürzt zum 15:22. Sieben Minuten vor Schluss, beim Spielstand von 20:30 für die Gäste, brachte Florian Kehrmann seine Youngsters und A-Jugendlichen ins Spiel. Robin Hübscher, Julius Rose, Fynn Hangstein, Dominik Ebner, Lukas Zerbe und Moritz Jebram brachten zusammen einen Altersdurchschnitt von 20 Jahren auf die Platte, konnten sich im Angriff zeigen  und kamen in den Schlussminuten gut zum Zug. Die Stimmung auf den Rängen wurde Tor um Tor lauter und die Lemgoer Fans feuerten die jungen Spieler auf dem Feld lauthals an. Abschließend traf Lukas Zerbe mit der Schlusssirene zum 23:32 Endstand. Auch wenn das heutige Spiel gegen die Champions League Teilnehmer aus Flensburg deutlich verloren ging, wurde die Mannschaft am Ende von den Fans in der Halle gefeiert.

Machulla: Wir sind froh, heute zwei Punkte aus Lemgo mitnehmen zu können. In Lemgo gibt es immer harte Kämpfe um die Punkte und wir haben auch schon oft genug Punkte hiergelassen. Wir haben eine gute Verteidigung gestellt und einen klasse Mattias Andersson im Tor gehabt, aber wir müssen lernen, einen Vorsprung routinierter bis zum Ende zu halten. Trotzdem großen Respekt an den TBV. Die haben aus ihren Möglichkeiten das Beste gemacht und haben ein großes Herz gezeigt und sehr, sehr gut gespielt. In der zweiten Halbzeit hat Flo auch der Jugend die Möglichkeit gegeben sich zu präsentieren und die Fans haben die Jungs verdient gefeiert.

Kehrmann: Zufrieden bin ich nur, wenn ich gewinne. Heute muss ich aber sagen, dass ich mit der Niederlage leben kann. Erstens, weil die Lemgoer Halle mir heute das Gefühl gibt, dass wir alles richtig gemacht haben, auch wenn man im Sport eigentlich nicht alles richtig macht, wenn man verliert. Bei den Gegebenheiten haben wir heute mit einem sehr jungen Kader gespielt. Es saßen Spieler auf der Bank, die noch in der A-Jugend spielen. Das alles hat dazu geführt, dass wir uns im Angriff etwas schwergetan haben, aber trotzdem finde ich, dass die Jungs eine super Abwehr gespielt haben. Und auch Peter Johannesson hat überragend im Tor gehalten. Wir haben heute eine super Leistung gegen eine Mannschaft gezeigt, die noch mitten im Meisterschaftsrennen ist. Und vielen Dank für die tolle Unterstützung vom Publikum.

TBV Lemgo: Johannesson, Wyszomirski; Suton (7), Engelhardt (4), Hornke (3/3), Hübscher (2), Kogut (2), Zerbe (2), Bartók (1), Ebner 1), Zieker (1), Guardiola, Hangstein, Rose, Geis, Jebram

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